Suche
Christoph 10.01.2018 16:17 Uhr
News von

12 Bewertungen
4,33 Sterne

iPhone 2018 – Alle Gerüchte zum iPhone X-Nachfolger

Nach dem iPhone ist vor dem iPhone – Wenige Monate nach dem Release des iPhone X sind bereits Features, Funktionen und Innovationen der nächsten iPhone-Generation in aller Munde. Um euch die Wartezeit auf das nächste iPhone Xs (oder auch iPhone Xs Plus) ein wenig zu versüßen, haben wir die derzeit spannendsten Gerüchte rund um das 2018er iPhone in unserem großen Gerüchte-Überblick für euch zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Drei neue iPhone-Modelle

Auch in 2018 sollen laut eines Berichts des renommierten Apple-Experten und KGI-Analysten Ming-Chi Kuo wieder drei neue iPhone-Modelle auf den Markt kommen. Nachdem Apple mit dem iPhone X zuletzt ein völlig neues Kapitel in der Designsprache des iPhones eröffnete, bauen auch die 2018er Modelle auf der iPhone X-Optik auf. Gleichzeitig dürfte dies auch das Ende des klassischen iPhone-Designs mit dicken Rändern und Home Button bedeuten. Das iPhone 8 dürfte damit das letzte seiner Art sein.

Dem Vernehmen nach verfügen die iPhones in 2018 allesamt über ein randloses Display und Face ID-Gesichtserkennung. Unterschiede gibt es vor allem hinsichtlich der verbauten Display-Technologie sowie der Bildschirmgrößen. Der Nachfolger des iPhone X verfügt demnach über ein OLED-Display mit einer Bilddiagonalen von 5,8 Zoll. Zusätzlich soll es auch ein größeres Plus-Modell mit sagenhaftem 6,5-Zoll-Display geben. OLED-Bildschirme benötigen keine Hintergrundbeleuchtung, da die Pixel – anders als bei klassischen LCD-Displays – selbst leuchten. Das Ergebnis sind tiefere Schwarzwerte, eine bessere Farbwiedergabe sowie weniger Energieverbrauch, da schwarze Bildschirminhalte nicht beleuchtet werden müssen. Das iPhone X Plus (oder auch iPhone Xs Plus) soll in etwa die Maße eines iPhone 8 Plus haben, jedoch einen deutlich größeren Screen bieten. Darüber dürften sich vor allem Nutzer freuen, die bislang die großen iPhone-Phablets bevorzugten. Wie das Größenverhältnis im Vergleich zum aktuellen iPhone X ausfallen könnte, zeigen die Renderings von iDropNews. 

Ergänzt werden die hochpreisigen iPhones um ein günstigeres Gerät mit 6,1-Zoll-Display, das ebenfalls im Gewand des iPhone X erscheint. Im Gegensatz zu den besagten High-End-Modellen aus der X-Reihe wird das iPhone weiterhin über ein LCD-Display verfügen und eine geringere Auflösung bieten. Mag man den Gerüchten Glauben schenken, könnte es schon für unter 750 US Dollar zu haben sein. Damit würde Apple auch das mittlere Smartphone-Preissegment abdecken. In Europa dürfte das iPhone bei Einführung erfahrungsgemäß jedoch zu einem höheren Preis über den Ladentisch gehen.

iPhone 9, iPhone 11 oder iPhone Xs (Plus)?

Bezüglich der Namensgebung für das 2018er iPhone gab es selten so viel Spielraum. Mit dem Release des iPhone 8 (Plus) und des iPhone X im darauffolgenden Monat hat Apple die Nummer 9 übersprungen. Denkbar ist daher, dass Apple in 2018 ein iPhone Xs bzw. iPhone Xs Plus als Nachfolger des aktuellen Zehner-Modells vorstellen wird. Das „s“ würde wie bisher für die Verbesserung von Komponenten wie z. B. Prozessor, Akku oder Kamera stehen. Möglich wäre auch, dass Apple das iPhone-Flaggschiff unter der Bezeichnung iPhone 11 (iPhone XI) weiterführen wird. Da es sich beim iPhone 8 (Plus) um das letzte seiner Art handeln dürfte, wird es aller Voraussicht nach kein iPhone 9 in klassischer iPhone-Optik mehr geben. Konkrete Anhaltspunkte für die zukünftige Namensgebung gibt es derzeit allerdings noch nicht.

Dual-SIM-Unterstützung

Wer sein iPhone für den privaten wie auch den geschäftlichen Bereich nutzen möchte, hatte bislang das Nachsehen. Anders als die Smartphone-Hersteller aus dem Android-Lager stattet Apple das iPhone seit jeher mit nur einem SIM-Karten-Slot aus. Will heißen: Die gleichzeitige Nutzung einer zweiten SIM-Karte im iPhone ist nicht möglich. Laut Aussage von KGI-Analyst Ming-Chi Kuo, könnte sich dies mit dem 2018er iPhone-Modell ändern. Dank der Dual-SIM-Unterstützung soll es künftig möglich sein zwei Mobilfunkverbindungen auf einmal zu nutzen, und das mit LTE-Geschwindigkeit. Dabei soll mindestens eines der neuen iPhone-Modelle die Funktionalität unterstützen.

Doch wie passt dies in Apples iPhone-Konzept? Gar nicht, wie wir finden, denn Apple scheint eher daran gelegen zu sein, die SIM-Karte völlig vom iPhone zu verbannen. Man denke nur an die Entwicklung von der Mini-SIM-Karte hin zur kleinen Nano-SIM-Karte. Anstatt Platz zu schaffen für eine weitere SIM-Karte, könnte Apple mit der sogenannten eSIM – einer fest im Gerät verbauten Variante der klassischen SIM-Karte – den entgegengesetzten Weg gehen. Zusätzlich zur virtuellen und als Chipsatz eingebauten eSIM könnte Apple hier die Nutzung einer zweiten physischen SIM-Karte weiterhin erlauben. Derzeit kommt die eSIM nur in der LTE-Variante der Apple Watch Series 3 zum Einsatz.

Neue 3D-Sensoren für Augmented Reality

Seit dem großen iOS 11-Update im Herbst letzten Jahres ist das Thema Augmented Reality (AR) in aller Munde. So unterstützen alle iPhones ab dem iPhone 6s unter iOS 11 die erweiterte Realität. Sogenannte AR-Apps ermöglichen es das Live-Kamerabild am iPhone um virtuelle Inhalte zu ergänzen. Bereits jetzt lässt sich das eigene Wohnzimmer mithilfe der AR-Technologie direkt am iPhone einrichten oder vermessen.

Augmented Reality am iPad mit ARKit in iOS 11 (Foto: Apple)

Wie das Wirtschaftsblatt Bloomberg berichtete, sollen die nächsten iPhones mit weiteren 3D-Sensoren ausgestattet werden, um das AR-Erlebnis weiter zu verbessern. Diese kommen – anders als bei der TrueDepth-Kamera des iPhone X – auch an der rückseitigen Kamera zum Einsatz und dienen der dreidimensionalen Erfassung von Objekten. In diesem Zusammenhang ist von der sogenannten Time-of-Flight-Technik (ToF) die Rede. Dabei wird gemessen wie viel Zeit ein Laser-Licht benötigt, um nach der Reflexion von einem Gegenstand zurück zu den Sensoren zu gelangen. Mit dem ARKit hat es Apple zuletzt geschafft AR auch ohne zusätzliche Hardware auf das iPhone zu bringen. Ob weitere teure Zusatzsensoren unter diesem Aspekt Sinn machen, bleibt abzuwarten.

Sparsamere und kleinere Chips

Auf den A11-Chip folgt erwartungsgemäß der A12-Chip. Dieser soll im sogenannten 7-Nanometer-Verfahren gefertigt werden, wie einer Meldung von Digitimes zu entnehmen ist. Im Vergleich zur 10-Nanometer-Technik des A11 Bionic Chips, welcher aktuell im iPhone X seine Arbeit verrichtet, verbraucht die kleinere 7-Nanometer-Technologie weniger Energie. In Sachen Energieeffizienz würde das iPhone in 2018 zum einen von dem geringeren Energiebedarf der OLED-Displays und zum anderen auch von den sparsameren Chips profitieren. Als Zulieferer für die Prozessoren wird der taiwanische Halbleiterhersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (kurz: TSMC) gehandelt, welcher bereits die A11 Bionic Chips für das iPhone 8, iPhone 8 Plus und das iPhone X liefert.

Schnellere LTE-Verbindungen

Berichten zufolge sollen zwei Neuerungen für noch bessere LTE-Verbindungen, also noch schnelleres Internet am iPhone, sorgen. Zum einen soll Apple in 2018 verstärkt auf Chips aus dem Hause Intel (XMM 7560) sowie Qualcomm (Snapdragon X20) setzen, zum anderen sollen die iPhones zwei neue LCP (Liquid Crystal Polymer) Antennenmodule bekommen. Dabei unterstützen die neuen Modems und Antennen den sogenannten 4×4-MIMO-Standard. MIMO steht für „Multiple Input Multiple Output“ und bedeutet, dass mehrere Sende- und Empfangsantennen zeitgleich zum Einsatz kommen können. Der 4×4-MIMO-Standard ermöglicht somit deutlich schnellere Übertragungsraten zwischen Funkmasten und iPhone.

(Bildquelle: Pixabay)

Angeblich arbeitet Apple auch an der Einführung des 5G-Mobilfunkstandards. Als Nachfolger des LTE-Standards ermöglicht 5G Download-Raten im Gigabit-Bereich. Auch hier ist die Rede von einer Kooperation mit dem Chip-Hersteller Intel, der bereits eifrig an den 5G-Modems für die zukünftigen iPhones arbeiten soll. Dennoch dürfte es zumindest in 2018 bei den LTE-Chips bleiben, denn mit der Einführung von 5G-Netzen ist erst im Jahre 2020 zu rechnen.

„Strom teilen“-Funktion

Kurios aber nicht ganz unrealistisch: die Möglichkeit bei schwachem Akku einfach Strom von einem anderen iPhone zu ziehen – im gegenseitigen Einverständnis versteht sich. Schließlich kann das iPhone X auch per Induktion, also vollkommen kabellos, geladen werden. Zwar verfügt das iPhone von Generation zu Generation über eine leistungsfähigere Batterie, bei intensiver Nutzung macht der Akku jedoch frühzeitig schlapp. Mit einer „Strom teilen“-Funktion wie sie seit einiger Zeit immer wieder diskutiert wird, könnte man unterwegs einfach Power vom iPhone eines Freundes „abzapfen“, um so weiterhin erreichbar zu bleiben. Umgekehrt könnte man auch Energie abgeben, falls sich der Akku eines Freundes oder Bekannten dem Ende entgegen neigt. Ein praktisches Feature, das jedoch eher das Fantasiewelt zuzuordnen ist.

Kommt der iPhone X-Nachfolger mit einer neuen Battery Share-Funktion?

Größerer Akku

Eine Schwachstelle, die viele iPhone-Nutzer seit jeher bemängeln, ist die geringe Akku-Laufzeit des Apple-Phones. Mit dem iPhone X-Nachfolger will Apple einem Bericht zufolge nun endlich nachbessern. So soll die Batterie, die derzeit aus zwei L-förmigen Zellen besteht, in Zukunft als einzelne Zelle gefertigt werden. Dank des neuen Designs könnte Apple die Akku-Kapazität deutlich vergrößern. Die Rede ist von einem Sprung von 2716 mAh auf 2900 bis 3000 mAh beim aktuellen iPhone X. Bei der größeren Plus-Version mit 6,5-Zoll-Display soll die Kapazität im Bereich von 3300 bis 3400 mAh liegen.

Transparenter iPhone X Wallpaper (Quelle: iFixit)