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Christoph 16.10.2017 9:40 Uhr
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Darum solltet Ihr das iPhone X nicht kaufen!

OLED-Display, randloses Design, 3D-Gesichtserkennung – Apples neues iPhone X (gesprochen: iPhone Zehn) hat es faustdick hinter den Ohren. Nach Jahren der gefühlten Stagnation (das iPhone 6, 6s und 7 sahen nahezu identisch aus) traut sich Apple wieder aus der Komfortzone heraus und bietet seinen Nutzern die geballte Ladung Innovation. Allerdings gibt es gute Gründe das neue Vorzeige-iPhone nicht zu kaufen. Wir sagen euch, warum Ihr lieber die Finger davon lassen solltet.

Innovativ ist anders

Klar, auf eingefleischte iPhone-Nutzer mögen die Features des iPhone X innovativ wirken, dabei sind viele der Features beileibe nicht neu. So gibt es OLED-Displays in Smartphones bereits seit geraumer Zeit, wie etwa im 2010 erschienenen Samsung Galaxy S. Auch die Dual-Kamera wird nicht erst seit dem iPhone 7 Plus in Smartphones verbaut, so verfügte bereits das 2014er HTC One M8 über die doppelte Linse. Weitere „Innovationen“ wie etwa das randlose Display, Gesichtserkennung oder das drahtlose Laden via Qi-Standard gab es ebenfalls vorher schon in Android-basierten Geräten. Das heißt natürlich nicht, dass Apple es nicht besser macht als die anderen Hersteller. Wer jedoch glaubt in den Genuss der allerneuesten Technik zu kommen, liegt falsch.

iPhone X mit „Face ID“-Gesichtserkennung (Quelle: Youtube/Apple)

Viel zu teuer

Gebrauchter Kleinwagen oder doch lieber ein iPhone X? Angesichts der exorbitanten Preisgestaltung, die seit jeher jede neue iPhone-Generation begleitet, kann man sich diese Frage gerne schon einmal stellen. Das iPhone X ist vollgepackt mit Komponenten, die Apple erstmals in einem iPhone verbaut und die den Preis ordentlich in die Höhe schrauben. Satte 1.149 Euro (64 GB) bzw. 1.319 Euro (256 GB) verlangt Apple für das neue iPhone-Flaggschiff. Als Prototyp dieser neuen iPhone-Generation trägt das iPhone X die Bürde des teuersten iPhones aller Zeiten. Wer keine Lust hat sein Konto zu plündern oder wem der Preis schlichtweg ungerechtfertigt erscheint, sollte also die Finger vom Jubiläums-iPhone lassen. Oder einfach viel Geduld mitbringen, schließlich setzt der Preisverfall bei Apple-Produkten erst sehr spät ein.

(Quelle: Statista.com)

Design-Fehler

Das iPhone X ist zweifelsohne ein Hingucker. Doch bei all dem Hype um das vollflächige Display und die schöne Glasrückseite, sorgen einige Design-Elemente für ein faden Beigeschmack. Allen voran die Display-Aussparung (auch „Notch“ genannt) am oberen Bildschirmrand, welche Kamera, Lautsprecher und Sensoren beherbergt. Mit dem sonst so klaren und sauberen Apple-Design hat dies wenig zu tun. Wer gerne im Querformat Videos schaut, Fotos guckt und Spiele spielt, wird vermutlich an den „Hasenohren“ verzweifeln und diese als störend empfinden. Ein weiteres Unding ist die zu weit aus dem Gehäuse ragende Dual-Kamera, welche zudem auch noch vertikal angeordnet ist. Für die Augmented Reality-Funktionalität sicherlich von Nutzen, optisch jedoch eher in Reinfall.

Spiele-App auf dem iPhone X im Querformat mit Display-Aussparung (Quelle: Apple)

Extra-Zubehör notwendig

Kein Hemmnis aber sicherlich ein kleiner Wermutstropfen: Die Schnellladefunktion des iPhone X kann nicht „out of the box“ genutzt werden. Um Fast Charging verwenden zu können, muss man zusätzlich einen separat erhältlichen Ladeadapter und ein USB-C auf Lightning Kabel kaufen, die angesichts des hohen Preises eigentlich dem X-Modell beiliegen sollten. Ein Schelm, wer Apple hier Profitgier unterstellt.

Extra-Zubehör für schnelles Laden am iPhone 8 und am iPhone X.

Nur zwei Speichergrößen

Das iPhone X ist in gerade einmal zwei Speicherkonfigurationen zu haben, und zwar 64 GB und 256 GB. Das Problem: Wer gerne viele Fotos knipst und Videos aufnimmt, kommt bei 64 GB schnell an die Speichergrenze. Eine Zwischengröße wie etwa 128 GB gibt es nicht, sodass man zwangsläufig zur teureren 256-GB-Version greifen muss. Satte 170 Euro Aufpreis fordert Apple für den größeren Speicher. Das könnte den ein oder anderen iPhone-Fan durchaus vom Kauf abhalten.

Tipp: Auch wenn sich der iPhone-Speicher von Haus aus nicht via SD-Karte aufrüsten lässt, gibt es dennoch Tricks, mit denen Ihr den Speicherplatz auf eurem iPhone erweitern könnt. Mehr dazu…