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Sven 16.05.2014 7:19 Uhr
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Apple verteidigt Kundenrechte besser

Logo der Datenschützer

Die Electronic Frontier Foundation (EFF) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich vorwiegend um die Rechte der Kunden im digitalen Zeitalter bemüht. Jährlich veröffentlicht sie einen Bericht, der über die Wehrhaftigkeit verschiedener IT-Konzerne gegenüber Behörden Aufschluss gibt – wenn es um den Datenschutz geht. Bezeichnenderweise heißt der Bericht auch „Who has your back?“ – Report. Das bedeutet so viel wie „Wer stärkt Ihnen den Rücken?“. In den vergangenen Jahren war Apple hier leider nicht gerade eine Speerspitze des Datenschutzes.

Das hat sich nun offenbar drastisch geändert. Apple erreicht im aktuellen Bericht von 2014 in allen Kategorien die volle Punktzahl. Einige der Testkriterien:

  • Veröffentlichung regelmäßiger Transparenzberichte
  • Information der Kunden über Behördenzugriffe oder Zugriffswünsche
  • Kampf für Userrechte vor Gericht
  • Verteidigung von Nutzerrechten im US-Kongress

Interessant und bemerkenswert ist, dass auch andere Firmen voll punkten, von denen man es nicht unbedingt erwarten konnte. So erzielen beispielsweise Dropbox, Yahoo!, Google, Microsoft, Twitter und – besonders bemerkenswert – Facebook die maximale Punktzahl von 6 Sternen. Wer Interesse an Details der Vorgehensweise und Methodik der Studie hat, dem sei die eingehende Lektüre des englischsprachigen Berichtes empfohlen (PDF).

Apple: six points. Quelle: EFF

Im Zeitverlauf hat sich der iPhone-Hersteller deutlich verbessert, wie die Grafik rechts eindrucksvoll belegt.

Apple hat also seinen eigenen Anspruch umgesetzt. Denn wie wir bereits berichteten, will die Firma aus Cupertino Nutzer über Zugriffswünsche von Behörden auf Datenbestände informieren.

“As we have explained, any government agency demanding customer content from Apple must get a court order.”

„Wie wir bereits erläutert haben, muss jede Regierungseinrichtung, die Zugriff auf Kundeninhalte erhalten möchte, einen Gerichtsbeschluss vorlegen.“

– Apples Transparenzbericht von 2013

Tim Cook hat also die Bedenken der Nutzer vor einer weiteren Aufweichung des Datenschutzes durch Speicherung in der Cloud sehr wohl wahr genommen und gehandelt. Wenn Apple den harten Kurs gegenüber Regierungsbehörden beibehält und diese Wehrhaftigkeit auch noch auf andere Länder ausdehnt, sind die Produkte des Mac-Herstellers für datenschutz-sensibilisierte Menschen ein sicherer Hafen.

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