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Marie 25.09.2017 12:50 Uhr
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iOS 11: Alle neuen Funktionen im Überblick

Mit iOS 11 erhielt Apples mobiles Betriebssystem ein großes Update, dass allerlei neue Funktionen und Verbesserungen für das iPhone parat hält. Neben einem neu gestalteten Kontrollzentrum, spannenden Fotofunktionen für die Kamera-App und einem komplett überarbeitetem App Store, wurde auch Apples Sprachassistentin Siri besondere Aufmerksamkeit zuteil. So agiert das Assistenzsystem unter iOS 11 noch smarter und vorausschauender. Doch auch jenseits der künstlichen Intelligenz wartet Apple mit vielen nützlichen und zum Teil überraschenden neuen Features auf. Wir haben für euch die wichtigsten iOS 11 Funktionen zusammengefasst.

Inhaltsverzeichnis

Personalisierbares Kontrollzentrum

Eine der größten Änderungen im Zuge des iOS 11-Updates betrifft das Kontrollzentrum. Mit der neuesten iOS-Version verabschiedet sich Apple von der Aufteilung der Funktion auf mehrere Fenster und zeigt alle Einstellungsmöglichkeiten auf nur einer Seite an. Die wohl spannendste Neuerung ist jedoch die Möglichkeit das Kontrollzentrum individuell anzupassen. Über die Einstellungen-App kann das Control Center um zusätzliche Funktionen wie etwa einen Button für Bildschirmaufnahmen im Video-Format, eine Sprachmemo-Funktion, eine Steuerung für HomeKit-Geräte und viele weitere Features erweitert werden.

Kontrollzentrum und Steuerelemente in iOS 11

Erstmals ist auch ein Button für das An- und Ausschalten der mobilen Datenverbindung im Kontrollzentrum verfügbar. Sämtliche Schaltflächen erhalten zudem eine 3D-Touch-Unterstützung und können somit auch per Fingerdruck gesteuert werden. Parallel zum Redesign des Kontrollzentrums wurde auch der Sperrbildschirm überarbeitet, in dem man sich alle aktuellen und verpassten Benachrichtigungen ansehen kann. Mit einem Wisch von oben nach unten über den Bildschirm erscheint im gesperrten Zustand die Mitteilungszentrale mit den zuletzt erhaltenen Meldungen. Ältere Mitteilungen können mit einem Wisch von unten nach oben auf das Display geschoben werden.

Siri noch smarter & menschlicher

Apples digitale Sprachassistentin Siri geht unter iOS 11 noch cleverer und proaktiver zu Werke. Dafür hat Apple den grundlegenden Algorithmus überarbeitet, sodass die virtuelle Assistentin Zusammenhänge besser verstehen und auf Folgefragen antworten kann. Mittels künstlicher Intelligenz, dem sogenannten „Deep Learning“, klingt Siri noch menschlicher und ist in der Lage Wörter je nach Situation unterschiedlich zu betonen. Somit gestaltet sich die Nutzung natürlicher und unkomplizierter als bisher. Dank maschinellem Lernen ist Siri nun in der Lage das Nutzerverhalten umfassender zu analysieren, um noch besser und vorausschauender auf die Interessen der Anwender reagieren zu können.

So scannt das System z. B. im Safari-Browser gelesene Artikel nach neuen Begriffen und schlägt dazu passende Suchbegriffe oder Meldungen vor. Auf Hotel- oder Flugbuchungen im Internet reagiert Siri mit der Frage, ob die Termine in den Kalender eingetragen werden sollen, in der Nachrichten-App hingegen schlägt Siri Namen von Orten oder Filmen vor, die man sich zuvor angeschaut hat. Besonders praktisch ist die neue Dolmetscher-Funktion: Siri kann die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Chinesisch übersetzen und diese direkt in der jeweiligen Sprache aussprechen.

Neue Effekte für Live Photos

Die mit dem iPhone 6s eingeführten Live Photos werden um ein paar neue Bearbeitungsmöglichkeiten, welche an GIFs und die Boomerangs von Instagram erinnern, erweitert. Mit dem Fotoeffekt „Endlosschleife“ wird aus einem Live Photo eine sich wiederholende Sequenz, während das neue „Hüpfen“-Feature das animierte Bild mit einem witzigen Vor-und-Zurück-Effekt versieht. Erstmals lassen sich die animierten Mini-Clips auch nachträglich zuschneiden, sodass nun auch der beste Moment für das Foto ausgewählt werden kann. Mit der Funktion „Lange Belichtung“ wird zudem ein Effekt auf dem iPhone möglich, den bisher nur teure Spiegelreflexkameras erzeugen konnten. So kann man z. B. einen Fluss mit einem interessanten Schleiereffekt belegen.

Effekte für Live Photos in iOS 11

Weiterhin halbiert ein neuer Codec namens HEVC den Speicherplatz von Videos. Gleiches gilt für Fotos, die ebenfalls stärker komprimiert werden, ohne dass die Bildqualität schlechter wird. Neue Filterfunktionen sorgen darüber hinaus für noch bessere Porträtaufnahmen und das Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen wird verringert.

Komplett überarbeiteter App Store

Nach mehr als neun Jahren wird auch der App Store unter iOS 11 umgestaltet. Das neue Design von Apples virtuellem App-Shop bringt zum einen neue Tabs in der Menüleiste. Mit eigenen Reitern für „Games“ und „Apps“ sorgt Apple für eine bessere Trennung von Spielen und Apps, sodass die Übersicht verbessert wird und Neuheiten leichter entdeckt werden können. Zum anderen sind auch die Produktseiten der einzelnen Apps überarbeitet worden und ermöglichen es Entwicklern mehr Infos zu einer App bereitzustellen. So werden beispielsweise Bilder deutlich größer dargestellt und die Anzahl der Demo-Videos auf den App-Seiten verdreifacht.

App Store in komplett neuem Design unter iOS 11

Beim Entdecken interessanter Apps soll zudem die neue „Heute“-Ansicht helfen, welche regelmäßig von Experten ausgewählte Spiele- und App-Tipps liefert. In der neuen Rubrik sind zudem allerlei Highlights, Tipps, Tricks und Anleitungen rund um die verschiedenen Applikationen zu finden.

Karten-App mit verbesserter Navigation

Auch Apples Karten-App wird mit der nächsten iOS-Generation aufgewertet. So ist jetzt ein Spurassistent mit an Bord, welcher auf mehrspurigen Straßen die Fahrlinien anzeigt, sodass man keine Abbiegung oder Ausfahrt mehr verpasst. Außerdem informiert die Software über Geschwindigkeitsbegrenzungen und gleicht sich hinsichtlich der Funktionalität immer mehr einem vollwertigen Navigationsgerät an.

Ein neuer „Nicht stören“-Modus sorgt zudem beim Autofahren für mehr Sicherheit, indem das iPhone-Display während der Fahrt schwarz bleibt. Sobald sich das Fahrzeug in Bewegung setzt, unterbindet das iPhone für die Dauer der Fahrt sämtliche Anrufe, SMS und Benachrichtigungen, sodass man am Steuer nicht abgelenkt wird. Der Anrufer oder Absender einer Nachricht wird dann mittels automatischer Benachrichtigung darüber informiert, dass der Empfänger gerade am Steuer sitzt.

Innenansicht von Gebäuden in der Karten-App unter iOS 11

Mit den neuen „Indoor Karten“, welche nun auch detaillierte Innenansichten von Gebäuden bieten, unterstützt die neue Maps-App die Navigation innerhalb von Flughäfen und Einkaufszentren für eine bessere Orientierung auch jenseits der Straßen.

iMessage erhält Bedienfunktionen

Apples native Nachrichten-App erhält einige Verbesserungen, die vor allem die Bedienung innerhalb der Anwendung vereinfachen. So verfügt das Programm über einen neuen App-Bereich am unteren Rand der Chat-Ansicht, die für einen leichteren und schnelleren Zugriff auf Apps wie Spiele, Emojis und Sticker sorgt. Über die neue Einhand-Tastatur dürfen sich insbesondere Nutzer von iPhone Plus-Modellen freuen, denn das Feature ermöglicht eine bessere Erreichbarkeit der Tasten auf großen Displays. Ein längerer Fingerdruck auf die Emoji-Taste genügt und man kann wählen, ob die Tastatur nach links oder nach rechts rutschen soll.

Schneller auf Apps zugreifen in iMessage unter iOS 11

Abgesehen von den neuen Funktionen werden Nachrichten in iOS 11 nicht mehr lokal auf dem iPhone, sondern in iCloud gespeichert, um Speicherplatz auf dem Gerät einzusparen. Mit der Verlagerung der Nachrichten in iCloud werden bei der Nutzung mehrerer Apple-Geräte sämtliche Konversationen zwischen den Geräten synchronisiert. Wird z. B. eine Nachricht auf dem iPhone gelöscht, verschwindet diese auch auf dem Mac, vorausgesetzt man ist auf beiden Geräten mit demselben Konto angemeldet. Fürs Erste nur in den USA verfügbar, ist die Möglichkeit über iMessage Geld via Apples Bezahldienst Apple Pay zu überweisen. So kann man beispielsweise Freunden mit einer Kurznachricht bequem und schnell Geldbeträge schicken.

Apple Music wird zum Sozialen Musik-Netzwerk

Nutzer von Apples Streaming-Dienst Apple Music dürfen sich auf mehr soziale Interaktion in der neuen iOS-Version freuen, denn Songs und Playlisten können nun mit Freunden geteilt werden. Dafür kann man ein eigenes Apple Music-Profil anlegen, ähnlich wie man es von den sozialen Netzwerken her kennt, um dort geteilte Playlists sowie häufig gehörte Sender und Alben anzeigen zu lassen. In der neuen Rubrik „Friends Are Listening To“ wird zudem anhand eines kleinen Icons angezeigt, welcher Freund zurzeit, welches Album hört. Neben den bereits bekannten Apple Music-Vorschlägen, passend zum eigenen Musikgeschmack, sollen man so auch im Freundeskreis neue Musik entdecken können. Über gemeinsame Wiedergabelisten haben zudem mehrere Nutzer gleichzeitig die Möglichkeit Songs vom eigenen iPhone einer aktuell spielenden Playlist hinzuzufügen.

Apple Music erinnert ab iOS 11 an ein soziales Netzwerk

Eine weitere Neuerung, welche die Übertragung von Musik zwischen Apple-Geräten und kompatiblen Empfängergeräten betrifft, ist die die Einführung von AirPlay 2. Der AirPlay-Standard ermöglichte es bisher Inhalte kabellos vom iPhone auf Lautsprecher oder Apple TVs zu streamen. AirPlay 2 erlaubt es nun, Musik auf einzelne oder mehrere AirPlay-fähige Speaker, wie etwa dem HomePod, im heimischen Audiosystem zu übertragen und zu steuern. So kann die Lautstärke der Geräte in verschiedenen Räumen separat am iPhone angepasst und die Musikwiedergabe auf allen Lautsprechern gleichzeitig gestartet werden, für ein raumübergreifendes Sounderlebnis. Im Übrigen lassen sich Lautsprecher unter iOS 11 auch in die Smart Home-Steuerung einbinden und über die HomeKit-App verwalten.

Weitere neue iOS 11-Funktionen

In iOS 11 erhalten Entwickler mit dem sogenannten ARKit erstmals eine Möglichkeit Augmented Reality – also Inhalte, die Realität und digitale Elemente miteinander verbinden – in eigene Apps zu integrieren. Mithilfe des Tools sollen künftig vermehrt Augmented Reality-Erlebnisse für das iPhone und iPad geschaffen werden. Bereits in der Vergangenheit hat Apple-Chef Tim Cook bei diversen Anlässen den hohen Stellenwert von AR für das Unternehmen betont. Mit dem neuen Entwickler-Tool lässt der iPhone-Hersteller nun erstmals Taten folgen.

Mit iOS 11 kommen vermehrt Augmented Reality-Funktionen auf iPhone & iPad

Weitere kleine aber dennoch spannende iOS 11-Neuheiten umfassen zum einen die neue „Farben umkehren“-Funktion, die das iPhone-Display in ein schwarzes Design hüllt und an die Funktionalität des lang ersehnten „Dark Mode“ erinnert, und zum anderen die Möglichkeit sämtliche Einstellungen und Passwörter komplett kabellos und ohne jeglichen Aufwand von einem alten iPhone auf ein neues iPhone zu übertragen.

iOS 11 ist mit jedem iPhone ab dem 5s kompatibel. Das iPhone 5 fällt damit endgültig aus dem Aktualisierungszyklus.