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Sven 02.05.2014 10:52 Uhr
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Apple will Nutzer über Behördenanfragen informieren

Strafverfolgungsbehörden und Ermittlungsdienste können per Gerichtsbeschluss Auskünfte und Zugriff auf die Daten eines Verdächtigen bekommen. Der Dateneigentümer bekommt in der Regel von der Herausgabe seiner Daten durch den Provider oder Diensteanbieter nichts mit. Das soll sich nach dem Wunsch von Apple, Microsoft, Facebook und Google nun ändern. Die Datenschutzbestimmungen dieser Dienste werden in diesen Tagen schrittweise geändert. Ziel soll sein, den betroffenen Nutzer über das Herausgabeersuchen zu informieren. Das berichtet die renommierte Washington Post:

„Apple, Microsoft, Facebook and Google all are updating their policies to expand routine notification of users about government data seizures, unless specifically gagged by a judge or other legal authority, officials at all four companies said. Yahoo announced similar changes in July.“

„Apple, Microsoft, Facebook und Google passen gerade ihre Datenschutzbestimmungen an, so dass sie ihre Nutzer über Herausgabeersuchen von Behörden informieren – falls ein Richter oder eine andere juristische Instanz dieses nicht ausdrücklich untersagt. Dies teilten Sprecher der vier Unternehmen mit. Yahoo hat diese AGB-Änderung bereits im Juli 2013 angekündigt.“

Selbstverständlich ist es für die Ermittlungsbehörden mit der neuen Version der AGB nicht einfacher geworden, einen Verdächtigen unbemerkt zu überwachen und seine Daten zu sichten. Denn nach einer solchen Benachrichtigung hat der Verdächtige jede Gelegenheit, Verdächtiges zu vernichten. Die AGB-Änderung ist einerseits also eine sehr nutzerfreundliche Sache, andererseits erschwert sie die Arbeit der Ermittler. Ob die Offenlegung der Ermittlungstätigkeiten auch auf Europa ausgedehnt wird, ist derzeit noch unklar.

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