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Diana 15.05.2017 7:23 Uhr
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„Error 53“: Apple erhält Klagen aus Australien und Neuseeland

In letzter Zeit haben wir bereits mehrfach über den „Error 53“ bzw. „Fehler 53“ berichtet. Wenn diese Fehlermeldung auf einem iPhone erschien, wurde das iPhone anschließend im Rahmen eines Sicherheitsmechanismus gesperrt. Apple hat das Problem damals mit einem iOS-Update auf die Version 9.2.1  aus der Welt geschafft. Dennoch hat die australische Verbraucherschutzbehörde vor Kurzem eine Klage gegen Apple wegen des Fehlers 53 eingereicht.

Immer Ärger mit dem Fehler 53

Die Fehlermeldung Error 53 erschien, wenn der Touch-ID-Sensor von Drittanbietern repariert wurde und das dazugehörige iPhone zugleich über iOS 9 verfügte oder auf die Version aktualisiert worden ist. Diese iOS-Version überprüfte nämlich, ob sich ausschließlich Original-Komponenten von Apple im Smartphone befanden und sperrte das iPhone, falls dies nicht der Fall war. Mit dem Sicherheitsfeatures sollte verhindert werden, dass unbemerkt manipulierte Fingerabdrucksensoren verbaut wurden.

Mit dem iOS-Update auf die Version 9.2.1 hat Apple die betroffenen iPhones zwar wieder zum Laufen gebracht, trotzdem verklagt die australische Verbraucherschutzbehörde ACCC (Australian Competition and Consumer Commission) jetzt den iPhone-Konzern. In der Klageschrift lautet es, Apple habe die Smartphones bewusst außer Gefecht gesetzt. Zudem solle Apple falsche, irreführende oder täuschende Angaben zum australischen Verbraucherrecht zu der Zeit gemacht und sich nicht darum bemüht haben die iPhones, die von Dritten repariert wurden und dementsprechend seit iOS 9 vom Fehler 53 betroffen waren, wieder herzurichten. Die Klage beinhaltet neben einer Strafe für den iPhone-Konzern auch finanzielle und regulative Entschädigungen. In Neuseeland gibt es eine vergleichbare Klage gegen Apple aufgrund des Errors 53. Auch dort geht es wie in Australien unter anderem um Geldstrafen und Unterlassungsansprüche.

Apple betonte, dass die Ursache des Problems die Reparatur durch einen unautorisierten Serviceanbieter war. Der iPhone-Konzern lieferte die notwendigen Original-Komponenten jedoch nur an autorisierte Händler und Reparaturbetriebe sowie die Apple Stores. So hatten Drittanbieter nicht einmal die Möglichkeit, einen Schaden am Fingerabdrucksensor mittels Orignial-Komponenten zu beheben. Deswegen erklärte die Behörde, dass die Garantierechte eines Verbrauchers nicht enden würden, nur weil ein iPhone-Besitzer sein Smartphone bei einem Drittanbieter reparieren lassen hat.

Bei den Garantierechten geht es neben der normalen Garantie um eine spezifische „Konsumenten-Garantie“. Diese Garantie gewährleistet Faktoren wie die Qualität und die Zweckmäßigkeit des Smartphones. Die Standardgarantie sorgt dafür, dass Reparaturen für den Besitzer kostenlos erfolgen, wenn die genannten Faktoren nicht fehlerfrei sind. Damit hätte Apple die Geräte, die von Drittanbietern repariert wurden, nicht von der Instandsetzung nach Auftreten des Problems ausgrenzen dürfen.

Grundsätzlich ist bekannt, dass Apple daran interessiert ist, dass Kunden Schäden am iPhone nicht bei unautorisierten Drittanbietern sondern in Apple Stores beheben lassen. Aufgrund der iPhone Calibration Machine kann es sogar bald sein, dass Dritte nicht mehr die Möglichkeit haben werden, Bildschirmreparaturen am iPhone vorzunehmen und dieser Service nur noch exklusiv von Apple angeboten wird.

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