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Diana 29.04.2017 10:03 Uhr
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Verstoß gegen App-Richtlinien: Apple ermahnt Uber

Uber ist eine App des amerikanischen Dienstleistungsunternehmens Uber Technologies, die in vielen Städten der Welt Online-Vermittlungsdienste zur Personenbeförderung anbietet. Vor Kurzem wäre die App beinahe aus dem App Store verbannt worden, denn das Unternehmen hat mit der App gegen die Datenschutzrichtlinien von Apple verstoßen.

Geheime Markierung der iPhones über Fingerprinting

Mithilfe einer Fingerprinting-Technik wurden die iPhones unbemerkt markiert, sodass sie trotz Deinstallieren der App und Löschen des Gerätes weiterhin erkannt werden konnten. Über einen Geofence sollte die verwendete Technik unentdeckt bleiben, damit die Mitarbeiter und App-Store-Prüfer von Apple nichts von dem Verstoß gegen die App-Richtlinien mitbekämen, denn dieses Verhalten ist verboten.

Der Betrug ist aufgeflogen und Tim Cook hat den Uber-Chef Travis Kalanick zu einem klärenden Gespräch eingeladen. Wenn dieser seine Machenschaften nicht umgehend einstellt, würde die Uber-App aus dem App Store gelöscht werden, so Cook. Ein Rauswurf aus dem App Store hätte für Kalanicks Unternehmen den finanziellen Ruin bedeutet und so fügte er sich der Forderung von Apple.

Wie die Fingerprinting-Technik genau funktioniert hat, ist unbekannt. Apple ist seit Längerem daran interessiert Methoden zu unterbinden, mit denen man iPhones markieren und eindeutig identifizieren kann. Die Nutzung der Unique Device Identifier (UDID), einer festen Hardware-ID und eindeutigen Identifikationsnummer, ist für iOS-Apps bereits seit geraumer Zeit verboten.

Laut Uber sollte die Datenspeicherung Missbräuche wie den Klau von Benutzer-Accounts verhindern. Daher setzt das Unternehmen weiterhin auf eine Art Geräte-Fingerprinting. Die Fingerprinting-Technik sollte aber auch dazu dienen, Polizisten und andere Beamte zu erkennen, die gegen die illegalen Uber-Dienste vorgehen könnten, denn die Firma Uber Technologies und dessen Gründer und Geschäftsführer Travis Kalanick sind bekannt für ihre aggressiven und fragwürdigen Praktiken: Kalanick möchte Uber mit allen Mitteln zur weltweit führenden App im Bereich der Fahrten-Vermittlung machen. Um dieses Ziel zu erreichen, überschreitet er oftmals Grenzen: Sabotage der Konkurrenz oder Missachtung von Transport- und Sicherheitsvorschriften sind nur zwei seiner anderen Vergehen.