Suche
Diana 01.05.2017 10:35 Uhr
News von

12 Bewertungen
4,50 Sterne

Apple Park sorgt für Baumkrieg in Kalifornien

Apple möchte über 9000 Bäume auf der Fläche seines neuen Hauptquartiers in Kalifornien pflanzen. Das sorgt für Baumknappheit bei den Baumschulen in der Region. Wer also in Kalifornien auf der Suche nach Bäumen ist, sollte schnell sein und Bäume reservieren, bevor Apple zuschlägt.

Apples grüner Daumen

Apple hat versucht, den Baumbestand der Vorgänger wie Hewlett-Packard (HP) auf dem Gelände zu retten. Es konnten etwa 1000 Bäume übernommen werden. Die restlichen 8000 Bäume kommen von Baumschulen aus der Gegend aber auch von eigenen Baumschulen des iPhone-Herstellers, die das Unternehmen Valley Crest betreibt. Insgesamt soll eine Fläche von etwa 465.000 Quadratmetern bepflanzt werden. Obwohl der Apple Park im April eröffnet werden soll, ist noch nicht die gesamte Anlage mit Bäumen befüllt worden. Wer sich bereits vor der Eröffnung ein Bild vom neuen Firmensitz Apples machen will, sollte in die virtuelle Welt von Minecraft eintauchen. Dort ist der Apple Park nachgebaut und schon eröffnet worden.

Steve Jobs wünschte sich vor seinem Tod, die klassische kalifornische Parklandschaft auf dem Gelände des neuen Firmensitzes wiederzubeleben. Um diesen Wunsch zu erfüllen, werden diverse Eichen der Sorten Savannah und Woodland und Obstbäume wie Apfelbäume im Apple Park gepflanzt. Dafür hat Apple bereits 2013 einen eigenen „Chef-Baumpfleger“ eingestellt. Der „Senior Arborist“ Dave Muffly war zuvor mit ähnlicher Funktion bei der Standford University beschäftigt.

Durch die Masse an Bäumen, die für den Apple Park gebraucht werden, herrscht in Kalifornien ein wahrhafter Baumkrieg unter den Interessenten. Berichten von Quartz zur Folge kämmen die Landschaftsgärtner Patrick Trollip und Adam Greenspan die komplette Pazifikküste der USA nach Bäumen ab, um sie vor Apple sicherzustellen. Auch die Erbauer des neuen Transbay Transit Center Bahnhofs in San Francisco müssen sich gegen die Macht Apples im Baumhandel durchsetzen. Diese leiden nämlich darunter, wegen des Apple Parks nicht genügend Bäume für ihr Projekt zu finden. Nun ist in Kalifornien ein regelrechter Reservierungskampf ausgebrochen, bei dem Baumbestände bereits vormarkiert werden, damit Apple diese nicht vorher aufkauft.