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Diana 22.04.2017 9:28 Uhr
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Apple: In China geht es bergab

Im Reich der Mitte sieht es für Apple schlecht aus. Während Apple bei den Verkaufszahlen in China zurückfällt, sagen die heimischen Marken wie Oppo und Vivo Apple den Kampf an. Der Marktanteil Apples in China sank im letzten Jahr laut UBS um 17 Prozent. Damit belegte Apple dort nur noch den vierten Platz der größten Smartphone-Hersteller. Nebenbei setzt Apple auf China als zweites Forschungsstandbein nach Kalifornien.

iPhones als Luxusartikel

Die Unternehmen Oppo und Vivo haben in den letzten Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt. Über das Jahr 2016 betrachtet führte Oppo den Markt mit einem Anteil von 16,8 Prozent an, Vivo landete mit 14,8 Prozent auf Platz 3. Duan Yongping ist der Gründer der beiden Firmen, die als Tochterunternehmen zu BBK Electronics gehören. Er sieht den Erfolg seiner Produkte darin, dass die hochwertigen Smartphones zu vernünftigen Preisen angeboten werden.

Das ist bei Apple nicht der Fall. Die Apple-Produkte sind nach wie vor nur im Premium-Segment zu finden. Der Preis eines iPhones entspricht oftmals einem ganzen Monatsgehalt in China. Damit schränkt sich Apple seinen chinesischen Kundenstamm selbst ein.

Ein iPhone in China dient als Statussymbol, auf das viele Chinesen nicht verzichten möchten. Solange sie es sich leisten können, steigen sie gerne auf ein iPhone um. iPhones für eine größere Masse zugänglich zu machen und sie gleichzeitig als exklusive Luxusartikel zu verkaufen, ist das Problem, das es für Apple zu lösen gilt, um in China wieder an Boden zu gewinnen.

Fokus auf die Forschung

Währenddessen plant Apple zwei weitere Forschungs- und Entwicklungszentren im Reich der Mitte. Bereits 2016 hatte der Konzern den Bau zweier Zentren angekündigt. Nun legt Apple nach. Das Ziel ist es, China nach Kalifornien zum zweiten Forschungsstandbein des Konzerns zu machen.

Derzeit arbeiten 12.000 Menschen bei Apple in China, allerdings im Vertrieb beim Verkauf von Produkten. Jetzt soll sich auf die Forscher von chinesischen Universitäten konzentriert werden, um die Wirtschaftsmetropole China nicht nur beim Verkauf von Produkten zu nutzen, sondern diese auch dort zu erforschen.