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Diana 04.04.2017 14:04 Uhr
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Blitzer-Apps: illegal, legal, egal?

Blitzer-Apps sind bei Autofahrern äußerst beliebt. Sie warnen den Fahrer sowohl vor fest installierten als auch vor mobilen Radarfallen und schützen vor Bußgeldern. Eine der bekanntesten Blitzer-Apps ist Blitzer.de PRO. Doch ist die Verwendung von einer Blitzer-App im Straßenverkehr legal?

Laut § 23 Abs. 1b der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) heißt es: „Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).“

Ist der Gebrauch einer Blitzer-App nun verboten oder nicht? Denn Smartphones sind genau genommen nicht von diesem Gesetz betroffen. Schließlich sind sie nicht zu dem Zweck entwickelt worden, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Blitzer-Apps sind demnach für den Fahrzeugführer nicht wirklich verboten, aber auch nicht wirklich erlaubt. Für ein Navigationssystem mit Blitzerwarner gilt ähnliches. Welche Regelung für einen möglicherweise anwesenden Beifahrer gilt, wird nicht erwähnt. Grundsätzlich ist das Bedienen eines Smartphones während der Fahrt für den Fahrzeugführer laut § 23, Abs. 1a der StVO verboten.

Aus der Gesetzesvorschrift wird nicht klar, ob die Verwendung der Blitzer-Apps im Straßenverkehr legal ist. Damit ihr im schlimmsten Fall nicht ein Bußgeld von 75 Euro zuzüglich ca. 23 Euro Verwaltungskosten und einen Punkt in Flensburg aufgebrummt bekommt, solltet ihr besser auf eine vollkommen sichere Methode zurückgreifen: Aufmerksam die Verkehrsnachrichten von Radiosendern hören. So seid ihr bestens vor Radarfallen gewarnt.

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