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Sven 09.03.2017 16:26 Uhr
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Apple will nachträgliche Codeänderungen in Apps unterbinden

Apples Kontrollmechanismen haben schon öfter Kritik geerntet. Willkürlich, zu streng, engstirnig – das sind die Vorwürfe, die Apple sich wegen seiner App Store Richtlinien häufig anhören muss. Dabei sollen die Maßnahmen lediglich dafür sorgen, dass iPhone-Besitzer sicher vor Schadcode in Apples Softwareladen einkaufen können. Manche Regeln werden schon seit Jahren streng überwacht, einige andere rücken nun stärker in den Fokus der App Store-Türwächter. Eine Rüge erhalten derzeit Entwickler, die das Framework der Firma rollout.io in ihren Apps einsetzen.

Apple rüffelt Entwickler

In einem Mahnschreiben fordert Apple Entwickler per E-Mail dazu auf, das Framework zu entfernen. Ein Update der App würde nicht in den App Store gelassen, sollte der Aufruf von rollout.io weiterhin enthalten sein. Dieses Framework bietet die Möglichkeit, den Code von Apps zu verändern, nachdem sie von Apple zugelassen wurden. Auf diese Weise können Entwickler kleinere Fehler in ihren Anwendungen beheben, ohne mit einem Update erneut durch Apples Prüfprozess zu müssen. Diesen zeitintensiven und mitunter nervenaufreibenden Vorgang kann man mit dem Tool abkürzen. Der aktualisierte Objective-C oder Swift-Code wird per JavaScript im Hintergrund an die Endanwender ausgeliefert. Die App aktualisiert sich auf diese Weise am App Store vorbei.

Warum Apple das unbemerkte Updaten von Apps verhindern möchte? Man könnte über veränderten Code die Funktionen einer App nachträglich komplett verändern. Sogar das implementieren von Schadcode oder Schnüffel-Software wäre denkbar, auch wenn der Chef der Firma in einem ausführlichen Blogpost bestreitet, dass das Framework je für das nachträgliche Verteilen von schädlicher Software benutzt worden wäre.

„Our platform has been used by hundreds of developers to improve the quality of their apps by fixing thousands of bugs after release. “

– Erez Rusovsky, Gründer von rollout.io

Weiter behauptet der CEO der Firma, dass das Framework sicher vor Man-in-the-middle-Attacken sei und mittlerweile schon tausende ärgerlicher Fehler in Apps behoben hat. Ohne offizielles Update, wohlgemerkt. Er verweist auch darauf, dass Apple seine Richtlinien nicht verändert hat. Sie würden nur strenger ausgelegt. Dass Apple ein heimliches Verändern von Apps auf den iPhones der Benutzer unterbinden will, kann nicht verkehrt sein. Denn unserer Meinung nach sollte ein App-Update transparent über den App Store eingespielt werden und nicht mit den Tools eines kleinen Nischen-Anbieters untergeschoben werden. Denn dafür sind die Daten auf einem iPhone schlicht zu wertvoll.

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