Suche
Sven 09.02.2017 11:22 Uhr
News von

11 Bewertungen
4,36 Sterne

Analyst: Dem Apple TV fehlt die Strategie

Seit 10 Jahren gibt es die Set-Top-Box aus dem Hause Apple bereits. Was als Hobby von Firmengründer Steve Jobs begann, erntet mittlerweile nicht nur positive Kritik. Auch die Verkaufszahlen des Apple TV sind nicht überragend, was einen Wechsel an der Spitze des Produktmanagements nach sich zog. Im US-Fernsehsender CNBC hat nun Ross Gerber, Präsident und CEO von „Gerber Kawasaki Wealth and Investment Management“ eine bittere Bilanz gezogen. Seiner Meinung nach sei das Apple TV völlig vom Radar verschwunden.

Ross Gerber rechnet mit Apple TV ab

Konkret bemängelt der Analyst, dass Apple es nicht geschafft habe, die Usability gegenüber den Boxen der amerikanischen Kabelanbieter entscheidend zu verbessern. Im Gegenteil, die Bedienung sei sogar noch schlechter und die Box nicht mehr als ein „Netflix-Portal“. Es fehle eine Strategie, die den Kunden echten Mehrwert böte. Gerber sieht Apple allerdings nicht als Content-Produzent. Eigene Inhalte zu produzieren, wie das die Konkurrenz von Netflix und Amazon bereits tun, könne nicht die einzige Lösung des Problems sein.

„Apple TV is like off the radar now“ – Ross Gerber

Was der Analyst leider völlig außer Acht zu lassen scheint, sind die vielen Zusatzfunktionen, die ein Apple TV für viele Anwender nützlich werden lassen. Neben der Möglichkeit, Spiele (sogar mit einem echten Controller) zu genießen oder Info-Apps vieler Fernsehsender zu konsumieren kann die Box als zentraler Hub für Apples Heimautomation HomeKit dienen. Außerdem kann das Kistchen Musik und Video vom iPhone auf die Stereoanlage und den Fernseher im Wohnzimmer bringen. AirPlay, Apples hauseigene Streaming-Technik, macht all das ohne großen Konfigurationsaufwand möglich.