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Sven 08.02.2017 16:08 Uhr
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Apple TV: Miese Verkaufszahlen und ein neuer Chef

Wer nicht weiß, was genau ein Apple TV ist, den holen wir kurz ab. Ein Apple TV ist eine kleine Set-Top-Box, ganz ähnliche dem Fire TV des großen Konkurrenten Amazon. Ohne 4K-Darstellung und keine Möglichkeit, Amazon Prime als App laufen zu lassen, ist das kleine Gerät für manch einen Anwender überteuert. Andere hingegen schwören auf die Box, die auch aus älteren Fernseher-Modellen echte Smart-TVs macht. Mit einem Preis von mindestens 179 Euro ist das Gerät allerdings kein Schnäppchen. Man kann aber auch stolze 229 Euro anlegen und erhält dafür den doppelten Festplattenspeicher.

Schlechte Zahlen

Nicht zuletzt aufgrund des – verglichen mit der Konkurrenz von Amazon – hohen Verkaufspreises trägt es – so lässt Tim Cook durchschimmern – auch nicht zu einem besseren Konzernergebnis bei. In der Kategorie „Sonstige Produkte“ ist die Box neben der Apple Watch wohl prominentester Vertreter. Doch genau diese Kategorie „glänzte“ bei der Präsentation der letzten Quartalszahlen mit schlechten Ergebnissen. An der Apple Watch wollte Tim Cook den mangelnden Ertrag allerdings nicht festmachen. Somit ist wohl sicher, dass das Apple TV der Verlustbringer ist. Denn die anderen Produkte in der Kategorie „Sonstige“ sind Nischenartikel wie beispielsweise die Time Capsule oder AirPort Basisstationen.

Neues Personal

Um diesen Missstand zu beheben, hat Apple einen neuen Manager von Amazon abgeworben. Dieser soll dem Apple TV neuen Schwung verleihen und es als echte Alternative zum Fire TV von Amazon positionieren. Timothy D. Twerdahl (Facebook-Profil), so heißt der neue Apple-Angestellte, war zuvor bei Netflix und Amazon am Ruder. Er kennt die Branche der Video-Streamer also bestens und hat schon mit eigener Hardware um Kunden gebuhlt. Welche neuen Ideen der Mensch mit zu Apple bringt, ist freilich noch Spekulation.

Bessere Hardware?

Auf der Wunschliste vieler Fans stehen allerdings technische Features wie 4K-Darstellung, ein leistungsfähigerer Prozessor und eine bessere Integration der iCloud. Es bleibt abzuwarten, ob aus dem ehemaligen Hobby von Steve Jobs ein Produkt wird, das einen signifikanten Beitrag zum Konzernergebnis beisteuern kann. Denn sonst wird das „kleine Schwarze“ bald nicht mal mehr als sonstiger Artikel in den virtuellen Ladenregalen von Apple stehen.