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Sven 23.01.2017 11:28 Uhr
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Foxconn und Apple: 7 Milliarden-Dollar-Invest in den USA?

Einem Medienbericht zufolge prüfen die beiden Firmen Appl eund Foxconn derzeit, ob es sich wirtschaftlich rechnet, eine gemeinsame Display-Fertigung in den USA zu etablieren. Die hoch-automatisierte Fertigung könnte 30000 – 50000 neue Jobs in den USA schaffen. Ganz im Sinne von US-Präsident Donald Trump, der schon während des Wahlkampfes entsprechende Investitionen eingefordert hatte. wie das Blatt weiter berichtet, hat Foxconn-Chef Terry Gou einem Reporter gegenüber klargemacht, dass Apple einer Kooperation nicht abgeneigt sei, schließlich benötigten die Kalifornier dringend Displays. In der Vergangenheit waren Lieferengpässe der Display-Zulieferer immer wieder der Grund für Verzögerungen der iPhone-Produktion.

Display-Produktion bald in den USA?

“Apple is willing to invest in the facility together because they need the [panels] as well (…)” – Foxconn-Chef Terry Gou

Potenzielle Standorte für das neue Display-Werk sind natürlich noch nicht bekannt, die künftigen Kooperations-Partner befinden sich derzeit noch in einer frühen Planungsphase. Sollte Apple tatsächlich mit seinem Zulieferer Foxconn Displays in den USA herstellen, käme auf Apple-Kunden zweifelsohne eine Preiserhöhung zu. Denn die US-Fertigung kann auf keinen Fall so günstig liefern wie die Zulieferer-Betriebe in Fernost. Drei Gründe sprechen daher für eine Verteuerung der Apple-Produkte.

  1. Die Ausschussrate wird in einem neuen Werk iin die Höhe schnellen. Die so genannte „Yield Rate“ verknappt damit die verwendbaren Panels.
  2. Die Mitarbeiter der asiatischen Fertiger haben den Prozess der Display-Fertigung perfektioniert. So haben die erfahrenen Ingenieure Herstellgeschwindigkeit als auch Yield Rate nahezu optimiert. Diese Lernkurve müssten neue Mitarbeiter in den USA erst einmal hinter sich bringen.
  3. Die Lohnkosten und die Arbeitsmoral in den USA sind von ganz anderer Natur als das in asiatischen Ländern der Fall ist.

Ob die Kunden bereit sind, für ein iPhone mit US-amerikanischen Bauteilen mehr zu bezahlen als bisher, ist mehr als zweifelhaft. Einer Umfrage von 9to5mac.com zufolge hört der neue Patriotismus der Amerikaner da auf, wo der Geldbeutel anfängt. Nur knapp 24 Prozent der überwiegend aus US-Bürgern bestehenden Leserschaft wäre bereit dafür, für ein US-iPhone mehr zu bezahlen. Neue Jobs hin oder her.