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Sven 13.01.2017 13:32 Uhr
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Fehlender Codec: Keine 4K-YouTube-Videos mit Safari

Wer mit Apples Standardbrowser Safari gerne YouTube-Videos in 4K-Auflösung schaut, könnte mehr und mehr Probleme bekommen. Denn bei neueren Videos ist die 4K-Option nicht mehr auswählbar. Älterer Inhalt, der ebenfalls in 4K vorliegt, kann meist noch konsumiert werden. Warum ist das so? Vermutlich hat Google-Tochter YouTube den Codec umgestellt, mit dem von Anwendern hochgeladene Videos codiert und auf den Servern gespeichert werden. Offenbar setzt YouTube mittlerweile auf den VP9-Codec (Wikipedia), Safari unterstützt diesen aber noch nicht. Lediglich der auch schon früher verwendete H.264 Codec wird von Apples Browser von Haus aus abgespielt.

Codec-Wirrwar

Kurioserweise trifft die Einschränkung nur Anwender, die direkt auf dem Videoportal 4K-Videos sehen wollen. Hat eine externe Website ein 4K-Video eingebettet, dann spielt auch Safari dieses klaglos ab. Offenbar setzt YouTube-Eigner Google hier auf eine maximale Kompatibilität. So werden Website-Betreiber nicht mit dem Vorwurf mangelhafter Technik-Implementierungen konfrontiert. Denn schließlich wäre es auch für uns schade, wenn eingebettetes 4K-Material ausgerechnet mit Safari nicht abspielbar wäre. Unsere Leser würden hier zu Recht verärgert reagieren.

Wer noch kein 4K-Material gesehen hat, folgendes Video ist ein Paradebeispiel für tollen 4K-Content:

Wie YouTube im hauseigenen Blog bekanntgegeben hat, ist der VP9 Videocodec effizienter in der Kompression. So wird das hoch aufgelöste Videomaterial optimal komprimiert – mit minimalen Qualitätsverlusten. Der von Google mitentwickelte und von einigen Patenten geschützte Codec ist derzeit vor allem auf Android-Smartphones und den Webbrowsern Firefox, Chrome und Opera. Ob und wann Apple die VP9-Unterstützung nachreicht, ist unklar. Denn dazu müsste Cupertino die Technik beim großen Smartphone-Konkurrenten Google lizenzieren, obwohl die Verwendung des Kompressions-Algorithmus lizenzkostenfrei bleiben soll. Das hat er nämlich H.264 voraus.

Safari ist im Übrigen nicht der einzige weit verbreitete Browser, den die Einschränkung trifft. Auch der Internet Explorer kann VP9-Material nicht wiedergeben. Sein Nachfolger Edge ist dazu aber in der Lage.

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