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Sven 05.01.2017 20:00 Uhr
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Neuer WhatsApp-Wurm: Vorsicht vor Ute Lehr!

Ein neuer Kettenbrief arbeitet sich derzeit durch das Chatnetzwerk von WhatsApp. Wer nun beunruhigt ist, dem können wir allerdings jetzt schon Entwarnung geben. Keine der angedrohten Konsequenzen tritt ein. Dabei sind die Macher des Kettenbriefs nicht zimperlich, was die vermeintlichen Fähigkeiten ihres Hirngespinstes angeht. So soll die Nachricht alleine „die ganze Festplatte“ zerstören und sich der Daten des betroffenen Endgerätes einverleiben. Dass das technischer Blödsinn ist, wollen wir hier keinesfalls unterschlagen. Das hat übrigens nichts mit der im Vergleich zu Android sichereren Softwarearchitektur von iOS zu tun – auch Android-Anwender haben vor der Nachricht nichts zu befürchten.

WhatsApp-Kettenbriefe eine echte Plage

Der Wortlaut der Nachricht:

„Sag mal bitte allen Leuten in deiner Liste, dass sie den Kontakt „Ute Lehr“ nicht annehmen sollen! Das ist ein Virus (über WhatsApp), der zerstört die ganze Festplatte und zieht sich die Daten runter, wenn ihn einer deiner Kontakte erwischt, bist du auch betroffen, weil er sich durch die Liste frisst! Wenn dich die Nummer 01719626509 anruft, nimm ja nicht ab! Ist ein Hacker und es werden auch all deine Kontakte betroffen sein! Es ist heute morgen auch von EUROP1 und SAT1 bestätigt worden! Weiterleiten!!“

Dies ist übrigens bei Weitem nicht der erste Kettenbrief, der sich signifikant weiterverbreitet. In ähnlicher Form und mit fast identischem Wortlaut wurde schon vor Marcel Hohmann und Ute Christoff „gewarnt“. Unsere Leser sollten, erhalten Sie so eine Nachricht, dem Absender Bescheid sagen, dass er einem schlechten Scherz aufgesessen ist. Die Nachricht selber kann man beruhigt löschen, es kann nichts passieren. Nur eines sollte man auf jeden Fall unterlassen: Den Kettenbrief weiterleiten.

Warum WhatsApp selber solche Nachrichten nicht direkt in seinem riesigen Netzwerk filtert, ist uns auch nicht klar. Vermutlich will der zu Facebook gehörende Messenger nicht dem Vorwurf der Zensur ausgesetzt werden. Möglicherweise macht aber auch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eine solche Blockade technisch unmöglich. In jedem Fall wäre ein Statement im offiziellen Blog des Netzwerks eine feine Sache, die Klarheit bringen würde.