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Sven 22.12.2016 15:06 Uhr
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Patent: So soll die Apple Watch dünner werden

Kritiker, die Apples Computeruhr zu dick und zu klobig finden, könnten in Zukunft weniger Munition haben. Denn Apple hat ein Patent beantragt, welches explizit „Platz sparen“ als Nutzen aufführt. Natürlich beschreibt das Dokument detailliert, wie Platz gespart werden soll. Einzelne Komponenten, die zur Uhr gehören, sollen aus dem Gehäuse ausgelagert werden. Als Beispiel nennt der Patentantrag explizit die Taptic Engine, deren Vibrationsmotoren in Richtung Armband wandern könnten. Auch Teile des internen Akkus könnten in das Gelenk wandern, das das Bindeglied zwischen Armband und Uhr darstellt (vgl. Bild unten).

Patentantrag: So soll Platz geschaffen werden

Auf diese Weise würde im eigentlichen Gehäuse einer künftigen Apple Watch eine Menge Raum geschaffen. Diesen könnte man entweder dazu nutzen, weitere Sensoren unterzubringen. Oder man verschlankt die Computeruhr. So würden hoffentlich auch die Eingangs erwähnten Kritiker verstummen. Ob Apple im Verlauf des Designprozesses das zum Patent angemeldete Prinzip bereits anwendet, ist offen. Vielleicht handelt es sich auch nur um eine Idee, die für die Zukunft konserviert werden soll.

Apple ist Patent-Streber

Denn Apple gehört zu den Firmen, die eine Menge Patente anmelden, ohne sie im weiteren Zeitverlauf tatsächlich einzusetzen. Dennoch lässt sich der iPhone-Hersteller eine Vielzahl von Ideen patentieren und versucht so, sein geistiges Eigentum zu schützen. Dass das nicht unbedingt immer viel bringen muss, sehen wir an den kopierten Formen und dem an iOS angepassten Design früherer Samsung-Smartphones. Apple hat Jahre nach dem Markteintritt der Koreaner zwar viele Prozesse wegen des offenkundig kopierten Designs gewonnen, doch was bringt es?

Doch zurück zur Apple Watch. Mit der neuen Watch, Series 2 genannt, biegt Apple offenbar auf denselben Innovationszyklus ein, der bereits bei den iPhones gilt. Es gibt abwechselnd ein neues Gerät und im Folgejahr ein Hardware-Update. Ob diese Schlagzahl auch im Bereich der Wearables Erfolg haben wird, wird die Zeit zeigen. Denn einerseits nutzen sich die Wearables deutlich intensiver ab (man trägt sie schließlich permanent am Körper), andererseits ist die reine Performance bei der Apple Watch kaum von Belang. Der Upgrade-Zwang, der bei einem iPhone zu immer neuen Verkaufsrekorden führt, ist also aus Performance-Gründen nicht gegeben. Viele Anwender nutzen die Apple Watch ausschließlich, um keine Benachrichtigung zu verpassen. Und dafür genügt sogar eine Apple Watch Series 0, die Ur-Apple Watch.