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Christoph 25.04.2016 14:11 Uhr
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Apple-Patent: Periskop-Objektiv eliminiert Kamera-Hubbel beim iPhone

Den Kamera-Hubbel, wie es ihn derzeit beim iPhone 6s, iPhone 6s Plus sowie dem kleinen iPad Pro gibt, kann man nicht gerade als ästhetische Glanzleistung bezeichnen. Ein neues Apple-Patent deutet draufhin, dass es dem unschönen Buckel bald an den Kragen gehen könnte. Dafür könnte eine neue Spiegelkonstruktion sorgen, welche der Kamera auch eine deutlich größere Brennweiten ermöglichen würde.

In einem kürzlich vom US-Patent- und Markenamt veröffentlichten Apple-Patent, beschreibt der iPhone-Hersteller ein Periskop-Objektiv, welches der im iPhone eingebauten Kamera noch größere Brennweiten ermöglichen würde. Aus dem Gehäuse herausragende Teile wie etwa den unansehnlichen Kamerabuckel beim iPhone 6s würde es dabei nicht mehr geben. Konkret wird bei einer solchen Spiegelkonstruktion das Licht von der Linse in der Frontkamera um 90 Grad nach unten gelenkt. Anhand mehrerer Spiegel wird es dann nach unten auf den Bildsensor gelenkt, welcher sich am Gehäuseboden befindet.

Die Konstruktion würde die Umsetzung eines Zooms ermöglichen, der bis in der Weitwinkelbereich ragt. Ein Dual-Kamerasystem, wie es zuletzt beim neuen iPhone 7 Plus gemutmaßt wurde, ließe sich ebenfalls auf diese Weise bauen. So könnte eine Tele- und eine Weitwinkellinse eingebaut werden. Die Periskop-Konstruktion könnte zudem bei noch flacheren iPhones zum Einsatz kommen ohne Abstriche bei der Bildqualität machen zu müssen.

Die Idee ist zwar nicht ganz neu, schließlich verbaute Panasonic ein solches System jahrelang in einigen Digitalkameras, der Einsatz in einem iPhone bzw. einem Smartphone wäre allerdings absolutes Neuland. Da es sich dabei nur um ein Patent handelt, ist natürlich ungewiss, ob die Technologie in einem neuen Produkt münden wird. Spannend klingt das Ganze allemal, zumal Apple endlich den hässlichen Kamerabuckel abschaffen würde.

(Quelle: golem.de)

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