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Sven 22.04.2016 10:25 Uhr
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Apple vs. FBI: iPhone-Hack kostet mindestens 1,2 Millionen Euro

Der amerikanische Steuerzahler hat eine Menge dafür bezahlt, was aus dem von Terroristen genutzten iPhone 5c extrahiert wurde. Mindestens 1,3 Millionen Dollar (1,2 Millionen Euro) wurden investiert, um das Telefon des San Bernadino-Attentäters zu knacken. Die Erkenntnisse, die die Ermittler gewonnen haben? Nun, es wurde letztlich verifiziert, dass es keine weiteren Planungen für neue Attentate gibt. Zumindest waren die Täter von San Bernadino nicht in weitere Planungen involviert. Es lässt sich trefflich darüber streiten, ob diese Erkenntnis den hohen Preis wert ist.

1,2 Millionen für einen iPhone-Hack – mindestens

Wie kommen die Berichterstatter doch auf diese Summe? Nun, FBI-Direktors James Comey hat ein Interview gegeben, indem er wörtlich bemerkte, dass die Entsperrung „mindestens 7 meiner Jahresgehälter gekostet hat“. Da die Gehälter öffentlicher Amtsträger in den USA publik gemacht werden, kann man so ziemlich genau ausrechnen, was die Hacker-Aktion an Kosten verursacht haben muss. Empfänger der Zahlung war dem Vernehmen nach die israelische Sicherheitsfirma Zerodium. Diese soll dem FBI den Weg in das iPhone 5c des Terroristen von San Bernadino geebnet haben. Wie die vom FBI beauftragten Hacker in das iPhone kamen, ist leider nicht bekannt. Neuere Modelle sollen aber nicht von der Sicherheitslücke betroffen sein.

Zerodium seinerseits ist eine Plattform, die für noch unentdeckte Lücken in (Smartphone-)Betriebssystemen gutes Geld zahlt. Leitspruch der Israelis: „We pay big bounties. No bug bounties“. Frei übersetzt heißt das: „Wir bezahlen große Prämien für Bugs, keine Peanuts.“ Dass das FBI die Hilfe einer solchen Firma in Anspruch nimmt, spricht Bände. Möglicherweise ist damit endlich ein Schlussstrich unter die leidige Affäre „Apple vs. FBI“ gezogen.