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Sven 21.04.2016 6:02 Uhr
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BMW und Daimler zeigen Apple die kalte Schulter

Offenbar haben die beiden großen deutschen Autobauer BMW und Daimler den kalifornischen Hightech-Konzern Apple abblitzen lassen. Wie das Handelsblatt zu berichten weiß, scheinen die Gespräche zwischen den Automobilkonzernen und Apple endgültig beendet. Apple war dem Vernehmen nach vor allem an der Karosserie von BMW’s i3 interessiert. Wie in dieser Woche bekannt wurde, arbeitet ein Team von Apple-Ingenieuren an einem iCar – mitten in Deutschlands Hauptstadt Berlin.

Kein iCar mit deutscher Basis

Wer die Gespräche nun beendet hat, ist nicht klar, aber es weist alles darauf hin, dass es die Autobauer waren. Sie fürchten um ihre Eigenständigkeit und Identität. Vermutlich hoffen die Firmenlenker, dass sie damit Apple in der Entwicklung des Autos zurückwerfen. Und in der Tat könnten die gescheiterten Gespräche den iPhone-Hersteller darin behindern, zeitnah einen fahrbaren Untersatz vorzustellen. Ein Auto zu bauen erfordert eine Menge Know-how; das hat Apple nicht. Deswegen kauft der Mac-Pionier auch Expertise von extern ein. Vor allem der E-Auto-Hersteller Tesla ist immer wieder Ziel von Apples Abwerbeaktionen.

Dass Apple im Automobilsektor seine Chancen sieht, ist nicht erst mit der Einführung der iOS-Erweiterung fürs Auto, CarPlay, klar. Schon seit Jahren munkelt die Gerüchteküche, dass Apple an der Entwicklung eines E-Autos, möglicherweise sogar selbstfahrend, werkelt. die Komplexität eines Autos übersteigt jedoch die eines Smartphones bei Weitem. Auch die gesetzlichen Bestimmungen (man denke hierzulande alleine an den TÜV) sind völlig andere. Ob Apple den Markteintritt bis 2020 schafft, bleibt also abzuwarten.