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Christoph 09.04.2016 6:00 Uhr
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FBI: iPhone-Hack funktioniert nicht bei neueren Modellen

FBI LogoNachdem es dem FBI zuletzt gelungen war das iPhone 5c eines Attentäters mittels eines zugekauften Tools zu knacken, verkündet die Behörde nun, dass sich die Methode nicht für die Entschlüsselung von iPhone 5s-Modellen oder neuer nutzen lässt.

Wie es dem FBI gelungen ist das iPhone eines der Attentäter von San Bernadino zu entsperren, ist bislang noch nicht bekannt. Was man bisher weiß ist, dass die US-Behörde ein spezielles Tool – vermutlich der israelischen Firma Cellebrite – für die Entschlüsselung des beschlagnahmten Apple-Phones genutzt hat. Wie FBI-Chef James Comey gegenüber CNN bestätigte, funktioniert der Hack allerdings nicht auf Apple-Phones, die neuer sind als das iPhone 5c.

Entschlüsselungsmethode bereits verraten?

Die Aussage von Comey legt jedoch die Vermutung nahe, dass man sich hier einer Methode bediente, die bereits zuvor von dem Whistleblower Edward Snowden beschrieben wurde. Demnach ist es möglich die automatische Löschfunktion bei einer bestimmten Anzahl an fehlgeschlagenen Login-Versuchen zu umgehen, indem man zunächst die Daten auf dem Flash Speicher kopiert. Nach einigen Passcode-Eingabeversuchen überträgt man die ursprünglichen Daten wieder zurück auf das iPhone, sodass der Login-Zähler resettet wird. Auf diese Weise hat man eine unbegrenzte Anzahl an Eingabeversuchen. Ein solcher Hack ist bei neueren iPhones mit A7-Chip aufgrund der „Secure Enclave“ so nicht möglich.

FBI könnte Schwachstelle geheim halten

Wie man es letztlich geschafft hat an die Daten des Attentäter-iPhones heranzukommen, will das FBI allerdings fürs Erste nicht verraten. Der FBI-Chef fürchtet, dass man wieder an den Startpunkt zurückgeworfen wird, sobald Apple die Sicherheitslücke schließt. Ob man Apple über die genutzte Methode aufklärt, sei laut Comey noch nicht entschieden. Zuvor hatte das FBI den iPhone-Hersteller aufgefordert bei der Entschlüsselung des iPhones mitzuhelfen und eine iOS-Version mit „Hintertür“ zu entwickeln. Trotz richterlicher Anordnung blieb das Unternehmen aus Cupertino seiner Linie treu und lehnte dies ab. Zu groß sei die Gefahr für die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer, denn eine solche iOS-Version könnte auch immer von Kriminellen missbraucht werden. Zudem hätte die Entsperrung des iPhones seitens Apple einen Präzedenzfall geschaffen, welcher es der Regierung ermöglichen würde jederzeit Geräte verdächtiger Personen entsperren zu lassen.

(Quelle: 9to5mac)

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