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Sven 05.04.2016 14:30 Uhr
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“Für dumm verkauft”: Verbraucherschützer kritisieren Telekom für Spotify-Drossel

Telekom drosselt SpotifyErst vor kurzem hat die Telekom ihre Spotify-Option, die man zu einem Mobilfunkvertrag hinzubuchen kann, angepasst. Grundlegende Änderung: Wird die Übertragungsrate des Mobilfunkvertrags aufgrund von Überschreitung der erlaubten Volumengrenze gesenkt, dann gilt das zukünftig auch für die mit knapp 10 Euro monatlich berechnete Spotify-Option. Diese ist dann allerdings nicht mehr nutzbar, weil die Übertragungsrate von maximal 64 kbit/s schlicht nicht für das Streaming von Musik ausreicht. Die Begründung des Telekommunikations-Konzerns: Die EU zwinge den Provider zu Netzneutralität.

Telekom verkauft Nutzer „für dumm“

Für diese Argumentation findet die Verbraucherzentrale Sachsen deutliche Worte.

„Wenn nun die Telekom behauptet, dass sie mit der Änderungen ihres Spotify-Modells dem neuen Netzneutralitätsangebot gerecht werden würde, wird wohl eher der Nutzer für dumm verkauft“ – Katja Henschler, Verbraucherzentrale Sachsen

Ab dem 28. April wird Spotify gedrosselt

Die Forderungen der EU würden die Telekom nicht dazu zwingen, eine Drosselung der Spotify-Option durchzusetzen. Vielmehr hat die EU verlangt und für europäische Provider verbindlich festgelegt, dass es keine höher priorisierten oder anderweitig bevorzugten Dienste geben darf. Wer mehr zahlt, bekommt also keine schnellere Verbindung oder eine stabilere Datenübertragung. Diese Prämisse der Netzneutralität hat aber mit der von der Telekom freiwillig vorgenommenen Drosselung nach Erreichen der monatlichen Volumengrenze rein gar nichts zu tun.

Ab dem 28. April greift die Spotify-Drosselung im Telekom-Netz. Verbraucherschützerin Henschler erklärt unterdessen, dass die Telekom die EU-Regelungen wohl nicht ganz verstanden hätte. Wenn diese die Regelung der Europäischen Union vollumfänglich umsetzen wolle, dann müsste sie vom Musikdienst verbrauchtes Volumen auf den Mobilfunkvertrag anrechnen.

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