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Sven 02.04.2016 12:23 Uhr
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Telekom rechtfertigt sich und erklärt Spotify-Drossel

Proteste gegen T-Mobile USDie Telekom hat eine umstrittene Änderung bei ihrer Spotify-Option vorgenommen. Kunden, die die knapp 10 Euro monatlich in die Hand nehmen, können unbegrenzt Musik hören und ohne Bedenken um ihr Inklusivvolumen auch unterwegs streamen. Die aktuelle Änderung betrifft Kunden, deren Inklusivvolumen erschöpft ist und die Geschwindigkeit des Anschlusses deswegen gedrosselt wurde. Konnten diese bisher ohne Einschränkungen und in voller Bandbreite die Spotify-Option weiternutzen, ist dieser Vertragsbestandteil nun ebenfalls von der Drosselung betroffen.

Nutzerproteste führen zu schriftlicher Kundeninformation

Musik hören ist über die gedrosselte Netzverbindung schlicht nicht mehr möglich. Dass das Kunden irritiert, die die Option bisher zufrieden genutzt haben, ist klar. Die Telekom informiert ihre Kunden daher nun schriftlich über den Sachverhalt. In dem Schreiben heißt es:

(…) wir freuen uns, ihnen mit der Option „Music Streaming“ die ganze Welt der Musik zu eröffnen. Dabei erleben Sie alle Vorteile von Spotify Premium – z. B. Werbefreiheit und optimale Klangqualität. Bisher haben Sie auch noch einen Extra-Service genossen: Selbst wenn das Inklusiv-Volumen ihres Tarifs aufgebraucht war, wurde die Geschwindigkeit für die Nutzung der Option nicht gedrosselt. Gern würden wir ihnen diesen Vorteil auch künftig anbieten. Leider ist uns dies aufgrund einer EU-Verordnung zur Netzneutralität, die am 30.04.2016 in Kraft tritt, nicht mehr möglich. Wir werden diese Verordnung ab dem 28.04.2016 umsetzen.

Aufgrund der EU-Verordnung können Sie die Option nach Verbrauch des Inklusiv-Volumens nicht im gewohnten Umfang weiternutzen.

Ist das Volumen durch die Nutzung anderer Apps und Services verbraucht, kommt es zur Bandbreitenbeschränkung: max. 64 kbit/s im Download und 16 kbit/s im Upload. Neu ab 28.04.2016: Diese betrifft dann auch die Option „Music Streaming“, wodurch das Musikhören im mobilen Netz leider nicht mehr möglich ist. (…)

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Telekom schiebt die Drosselung auf die EU und gibt vor, deren Regelungen zwinge sie dazu, die Spotify-Option ebenfalls zusammen mit dem Hauptvertrag zu drosseln. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Kunden, die die Option gebucht haben, ein Überschreiten der Volumen-Monatslimits des Hauptvertrages nicht riskieren sollten. Sonst ist die Spotify-Option der Telekom nutzlos und außerhalb eines WLAN-Netzwerks quasi unbrauchbar.

Habt ihr die Option gebucht? Werdet ihr sie jetzt abbestellen? Vielleicht zu Apple Music wechseln?

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