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Sven 05.03.2014 13:53 Uhr
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Ausgeschaltete iPhones zeichnen Bewegungsdaten auf

© mtmmarek – Fotolia.com

Es klingt in der Tat ein bisschen angsteinflößend: iPhones, die sich wegen mangelnder Akkukapazität ausgeschaltet haben, zeichnen weiterhin Bewegungsdaten auf. Natürlich denkt man jetzt in erster Linie an die Ortung über GPS oder WLAN. Doch diese Ortungsverfahren benötigen viel zu viel Strom, um im ausgeschalteten Zustand weiterhin zu funktionieren. Der Reddit-User Glarznak berichtet in einem Post dennoch von erfolgtem Tracking durch sein „totes“ iPhone.

Der Post von Glarznak auf reddit.com

Die Geschichte ist schnell erzählt: Glarznak ging auf einem Überseeflug das Ladekabel für sein iPhone 5S kaputt. Statt ein neues zu kaufen, entschloss er sich, das Telefon einfach die nächsten Tage nicht zu nutzen und verstaute es in seiner Sporttasche. Er nutzt Argus, eine Tracking-App, die Apples neuen M7-Koprozessor nutzt. Und genau hier liegt des Rätsels Lösung: Da Die Kalifornier den M7-Chip auf maximale Energieeffizienz getrimmt haben, reicht die Restladung des erschöpften Akkus vermutlich, um Bewegungen auch bei ausgeschaltetem Gerät aufzuzeichnen. Dieses Bewegungsprofil konnte Glarznak in Argus sehen. Da das Telefon in der Sporttasche verstaut war, gab es jedoch nur wenige aufgezeichnete Schritte.

Ob das nun ein Sicherheitsleck ist oder Beweis von Apples genialem Chipdesign, bleibt offen. Wer kein iPhone 5S sein Eigen nennt, ist ohnehin nicht betroffen. Die Fähigkeiten des M7-Prozessors wird Apple vermutlich in iOS 8 noch viel intensiver nutzen wollen. Es wird vermutet, dass eine neue App namens „Healthbook“ im neuen System ausgeliefert wird. Mehr zu dieser App lest ihr hier.