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Sven 16.03.2016 12:23 Uhr
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Apple im EU-Steuerprozess: Haben “jeden Cent” Steuern bezahlt

Vor dem Ausschuss europäischer Parlamentarier der EU Kommission, der sich mit den Gepflogenheiten Apples in Sachen Steuern auseinandersetzt, hat Apple vor Verkündung der Abschlussbewertung betont: „Wir glauben, dass wir jeden Steuer-Cent bezahlt haben, der in Irland fällig ist“. Der bemerkenswerte Satz stammt von Cathy Kearney. Diese ist Vizepräsidentin von Apples Europa-Abteilung in Cork, Irland. Weiter ließe die Managerin verlauten, dass man – unabhängig vom Urteil im Verfahren – weiterhin in Irland bleiben wolle.

Apple will keine staatliche Hilfe erhalten haben

Auch hätte man – so die Apple-Angestellte weiter – nicht das Gefühl, unberechtigt staatliche Förderungen von Irland erhalten zu haben. Für Apple und Irland steht eine Menge auf dem Spiel: Sollte der Ausschuss in dem Verfahren feststellen, dass Irland Apple außergewöhnliche Steuergeschenke gemacht hat, dann könnten Nachzahlungen in Milliardenhöhe fällig werden. Im Raum stehen 8 Milliarden, so schätzen Experten. Apple macht rund 60 Prozent seines Umsatzes im Ausland, zahlt dort aber lediglich 2 Prozent Steuern. Entgehen diese Einnahmen der EU, könnte diese mit einem harten Schlag gegen Irland und letztlich Apple ein Zeichen setzen.

Sollte die EU-Kommission Apple eine Steuernachzahlung auferlegen, wären zumindest die Anleger bereits gewarnt: Apple hatte sie schon vor Längerem darüber informiert, dass hier ein Risiko lauere.