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Christoph 04.03.2016 11:14 Uhr
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Apple vs. FBI: Tech-Firmen unterstützen Apple

iphone-laesst-sich-nicht-entschluesselnSeit einigen Wochen nun tobt der Streit zwischen Apple und dem FBI, in dem die Strafverfolgungsbehörde den iKonzern dazu drängt ein gesperrtes iPhone eines der Attentäter von San Bernadino zu entschlüsseln. Wichtige Vertreter der Technologiebranche wie Microsoft, Google und Amazon haben nun einen Unterstützer-Brief bei dem für den Fall zuständigen Gericht in Kalifornien eingereicht, um Apples Position in dieser Angelegenheit zu stärken.

Zahlreiche Technologieunternehmen schlagen sich in Apples Kampf gegen das FBI auf die Seite des iPhone-Herstellers. Apple vertritt den Standpunkt, dass die Entschlüsselung von iPhones einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen und die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer in Gefahr bringen könnte. Dieser Ansicht sind auch die Firmen Amazon, Box, Cisco, Dropbox, Evernote, Facebook, Google, Microsoft, Mozilla, Nest, Pinterest, Slack, Snapchat, WhatsApp und Yahoo. Im Rahmen eines gemeinsamen Unterstützer-Briefes an das kalifornische Gericht, welches den Fall verhandelt, äußern die Technologie-Riesen ähnliche Bedenken und Zweifel an dem Vorgehen der Regierung in dieser Sache. Unter anderem geht es um den hohen Stellenwert der Verschlüsselung sowie darum den Fall vor dem US-Kongress zu verhandeln und nicht vor einem Gericht.

Zuvor hatten sich bereits einzelne Vertreter großen IT-Firmen in dieser Sache zu Wort gemeldet wie etwa Facebook-CEO Mark Zuckerberg, der Apples Standpunkt teilt und Microsoft-Mitbegründer Bill Gates, welcher sich differenzierter äußerte. Verwandte der Opfer des Anschlags von San Bernadino hatten sich hingegen im Rahmen eigener Unterstützer-Briefe zuletzt auf die Seite des FBI gestellt.

Gefährlicher Präzedenzfall

Bei dem Terroranschlag im kalifornischen San Bernadino waren im vergangenen Dezember 14 Menschen ums Leben gekommen. Das FBI versucht seitdem vergeblich das iPhone eines der Attentäter zu Knacken und zwingt mit richterlicher Unterstützung Apple zur Mithilfe bei der Entschlüsselung. Konkret fordert die Behörde Apple zur Entwicklung eines speziellen Tools auf, das es ermöglichen soll Sicherheitsfunktionen des besagten iPhones zu umgehen, um das Smartphone mittels einer Brute-Force-Attacke zu öffnen. Apple fürchtet, dass dies in Zukunft die gängige Praxis werden könnte, sollte sich das FBI durchsetzen. Im schlimmsten Fall würde ein obligatorischer Einbau einer Hintertür in iPhones die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer massiv gefährden, zumal diese nicht nur von der Regierung, sondern auch von Kriminellen missbraucht werden könnte.

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