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Christoph 09.02.2016 16:11 Uhr
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„Error 53“: Anwaltskanzlei plant Sammelklage gegen Apple

Touch ID sicher vor Fingerabdruck-KlauKürzlich berichteten wir über den gefürchteten „Error 53“, welcher dafür sorgt, dass iPhones, die bei Drittanbietern repariert wurden nach dem Update auf iOS 9 plötzlich unbrauchbar werden. Nachdem bereits tausende von Nutzern von dem Problem betroffen waren, könnte es Apple in dieser Sache jetzt ernsthaft an den Kragen gehen. Demnach erwägt derzeit eine Anwaltskanzlei aus Seattle mit einer Sammelklage gegen den iPhone-Hersteller vor Gericht zu ziehen.

Apple begründet die Sperrung von iPhones, die nicht von Apple selbst repariert wurden mit einer Sicherheitsvorkehrung. Konkret geht es dabei um Reparaturen am Touch-ID-Fingerabdrucksensor. Beim Update auf iOS 9 überprüft Apple, ob es sich bei den Bauteilen noch um die Originalkomponenten handelt. Bei einer nicht durch Apple durchgeführten Reparatur der Touch ID-Funktion ist dies natürlich nicht der Fall, was eine automatische Sperrung des Apple-Phones zur Folge hat. So soll ein Diebstahl von Fingerabdrücken durch nicht offizielle Bauteile verhindert werden.

Apple-Support statt günstiger Reparaturservice?

Die in Seattle ansässige Anwaltsfirma PCVA sieht darin offenbar eine verkaufstaktische Maßnahme. Demnach zwingt Apple seine Kunden auf diese Weise den teuren Apple-Reparaturservice in Anspruch zu nehmen anstatt auf günstigere Drittanbieter auszuweichen. Das veranlasste die Kanzlei jetzt dazu eine Sammelklage gegen Apple in die Wege zu leiten.

“We believe Apple may be intentionally forcing users to use their repair services, which cost much more than most third-party repair shops.“

Zahlreichen Kunden sind im Zuge der Softwareaktualisierungen Fotos und Daten unwiederbringlich abhandengekommen, die betroffenen iPhones haben sich zu teuren Briefbeschwerern entwickelt. Apple, das keinerlei Kosten dafür übernimmt, hatte seine Kunden zuvor nicht über das Risiko informiert.

(Quelle: theguardian)

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