Suche
Sven 27.02.2014 11:18 Uhr
News von

1 Bewertungen
5,00 Sterne

Verkauft Shazam ortsbezogene Nutzerdaten an Werbenetzwerke?

Die Messaging-Anwendung WhatsApp, die auf fast jedem iPhone zu finden ist, verliert dieser Tage so viele Nutzer wie nie zuvor. Der Grund hierfür liegt in der Sorge der Anwender, der neue Eigner Facebook könnte die Userdaten erhalten und für Werbezwecke missbrauchen. Eine andere außergewöhnlich beliebte App ist Shazam. Mit ihr kann man Musikstücke über den iPhone-Lautsprecher aufnehmen und erhält im Idealfall den Namen des Stückes und dessen Interpreten.

Shazam-Konkurrent Soundhound

Die c’t hat entdeckt, dass Shazam beim Erkennen von Musik Nutzerdaten an Werbenetzwerke geschickt hat. Zu den abgegriffenen Daten gehörte unter anderem der Standort des Nutzers und dessen Gerätekennung. Obwohl Rich Riley, Chef von Shazam, beteuert, es handele sich um einen Einzelfall, schlägt die Entdeckung doch Wellen. Kein Wunder, denn die App hat weltweit über 88 Millionen Benutzer. Wie viele davon den kostenpflichtigen, werbefreien Client verwenden, ist nicht bekannt. Riley äußerte in der Vergangenheit immer wieder, wie viele Daten Shazam bereits gesammelt hätte und dass er sich darauf freue, diese endlich gewinnbringend zu nutzen. Das Unternehmen arbeitet eng mit der Werbeindustrie zusammen. So sieht man immer mehr Werbespots, die das App-Logo einblenden. Lässt der Nutzer während eines solchen Spots Shazam die Sounderkennung durchführen, bekommt er weitere Informationen zum beworbenen Produkt aufs Smartphone.

Eine Alternative zu Shazam ist die App Soundhound. Diese ist ebenfalls in einer kostenlosen Version erhältlich. Sie kann sogar noch etwas mehr als der Konkurrent: Summt man die Melodie eines Musikstücks, versucht sich Soundhound auch hier an der Erkennung.