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Sven 04.01.2016 12:35 Uhr
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CVE-Liste: Sind Apple-Produkte unsicher?

Sicherheitsleck in iOS 8.3Mac OS X und iOS führen die CVE-Liste der bekannten Sicherheitslücken an. Die CVE-Liste wird von den Unternehmen der Branche selber gepflegt und Einträge darin freiwillig gemeldet. Es handelt sich also nicht um eine Liste, die Sicherheitsexperten zusammengetragen haben, sondern um ein Verzeichnis freiwilliger Meldungen. Diese summieren sich im Falle von iOS (in der Liste irrtümlich mit der veralteten Bezeichnung iPhone OS tituliert) auf 375 Schwachstellen und Lücken.

Methodische Schwächen der Auswertung

Auszug aus der CVE-Lsite: Apple führtWie schwer die Lücken jedoch wirklich wiegen und wie unsicher die jeweilige Plattform tatsächlich ist, darüber gibt die Liste keinen Aufschluss. Denn weder wird die Schwere der Lücke noch deren Verbreitung oder gar aktive Nutzung durch Hacker genannt. Auch die Zeitdauer, bis die Lücke aus dem jeweiligen Produkt entfernt wurde, spielt hier keinerlei Rolle. Außerdem haben sich in die Auflistung auch einige methodische Fehler eingeschlichen. So werden beispielsweise alle Versionen von OS X in einem Eintrag zusammengefasst, während Microsoft Windows mit all seinen Versionen ebenfalls auf rund 1000 Einträge kommt. Allerdings sind diese auch auf 8 verschiedene Varianten aufgeteilt. Natürlich wird mancher Fehler in allen Windows-Versionen auftauchen. Dennoch ist die Lage intransparent.

Apple und Adobe haben Rang 1 bis 6 inne

Festgestellt werden kann unter dem Strich, dass Apple-Produkte mitnichten unsicherer sind als die der Konkurrenz. Denn es kann durchaus sein, dass von den teilnehmenden Unternehmen nicht alle Lücken protokolliert und veröffentlicht werden. Schließlich gibt kein Hersteller gerne zu, dass seine Softwareprodukte Schwachstellen aufweisen. Möglicherweise arbeitet Apple, der Hightech-Konzern aus Cupertino, am transparentesten. Einen weiteren Schluss lässt die Liste allerdings auch zu: Adobe-Produkte – allen voran das chronisch unter Codefehlern leidende Flash – spielen ebenfalls eine große Rolle: Platz 3 bis 6 werden von Adobe-Produkten besetzt.

Apple stopft Sicherheitslücken schnell

Bei allen Einschränkungen und Zweifeln an der Aussagekraft der Liste kann man eines festhalten: Apple-Produkte mögen möglicherweise mehr Fehler aufweisen als die Produkte der Konkurrenz. Erfahrungsgemäß wiegen die Sicherheitslöcher bei der Konkurrenz schwerer. Außerdem kann es – zumindest im Falle von Android-Geräten – sein, dass ein Update für das eigene Android-Device überhaupt nicht mehr verfügbar gemacht wird. Wir weisen stets darauf hin: Unsere Leser sollten stets mit der aktuellen iOS-Version unterwegs sein, um Sicherheitslücken wirksam auszuschließen.

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