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Sven 30.12.2015 13:06 Uhr
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Sammelklage: iPhone 4s nach Update unbenutzbar

Faktisch unbenutzbar soll ein iPhone 4s sein, wenn man das Update auf iOS 9 durchführt. Zumindest ist das der Vorwurf, der einer Sammelklage vorausgeht, mit der sich Apple in den USA konfrontiert sieht. Über 100 betroffene Anwender behaupten, auf Apples irreführende Versprechungen in Sachen iOS 9 hereingefallen zu sein. Das iPhone 4s werde durch das Softwareupdate so langsam, dass man es eigentlich nicht mehr vernünftig bedienen könne. In der Tat häufen sich nach einem iOS-Update die Suchanfragen zum Thema „Warum ist mein iPhone nach dem Update langsamer?“.

iPhone 4s unbenutzbar durch iOS 9?

Begründet wird die Klage damit, dass Apple im Vorfeld und durch interne Tests sehr wohl gewusst haben muss, dass das iPhone 4s mit iOS 9 langsamer werde. Allerdings hätte der Hightech-Konzern diesen Fakt schlicht verschwiegen und auf der eigenen Webseite noch mit gestiegener Performance und Geschwindigkeit des Systems geworben. Die Summe, die die Kläger von Apple als Schadensersatz verlangen, beträgt insgesamt 5 Millionen US-Dollar. Schon einmal wurde Apple mit einer ähnlichen Klage konfrontiert: iOS 4 wurde seinerzeit auch für das iPhone 3GS freigegeben. Das Gerät war mit dem neuen System allerdings überfordert und ließ sich kaum noch bedienen. Mit iOS 4.1 und iOS 4.2 besserte Apple nach und das iPhone 3GS lief dann auch wieder halbwegs flott. Die Klage vom Juni 2010 wurde übrigens abgewiesen.

„My Iphone 4s very slow after update to iOS9!“
– Harve55 in Apple Support Community

Apple böse Absichten zu unterstellen, liegt natürlich nahe. Der Konzern hätte wissen können, dass das iPhone 4s nicht mehr vernünftig mit iOS 9 läuft. Eine Alternative dazu wäre natürlich, ältere Geräte von sicherheitsrelevanten Updates und neuen Funktionen gänzlich auszuschließen. Da Apple aber große Stücke darauf gibt, seine Hardware möglichst lange zu unterstützen, kommt diese Lösung wohl für den iPhone-Hersteller kaum in Frage. Längere Fristen, in denen ein Downgrade möglich ist, wären eine weitere Lösungsalternative aus dem Dilemma.