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Sven 26.12.2015 12:29 Uhr
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Telefonieren wird 2016 billiger

Gute Nachrichten für Mobilfunkkunden: Das Telefonieren wird in 2016 nochmals billiger werden. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zunächst gab es in den letzten Jahren einige Marktbewegungen, die sich einer Studie des Fachblattes Connect zufolge im kommenden Jahr auswirken werden. Zusätzlich sinken die Preise für Mobilfunk und mobiles Internet schon seit Jahren. Dafür sorgen einerseits die vielen Billigangebote von ALDI, Tchibo und Co. Andererseits gewähren die großen Provider kontinuierlich mehr Leistung fürs selbe Geld.

Telekom nach O2 Nummer 2. Mit dem besten Netz

Auch im kommenden Jahr 2016 werden sich manche Dinge aber nicht ändern. In Deutschland bleibt die Telekom der teuerste Anbieter, hat der Studie zufolge aber gleichzeitig das beste Netz. Durch die Fusion zwischen E-Plus und O2 ist der zahlenmäßig größte Provider Deutschlands entstanden, was die ehemalige Nummer 2 – vodafone – auf den letzten Rang in dieser Statistik beförderte. Somit sind die Düsseldorfer mit dem knallroten Logo gezwungen, Preissenkungen oder Leistungsverbesserungen der Konkurrenz mitzugehen.

Im Vergleich mit Europa haben die deutschen Mobilfunkteilnehmer ziemlich hohe Kosten zu tragen, was für weitere Preissenkungen Raum lässt. Vergleicht man die Preise für’s mobile Telefonieren beispielsweise mit denen im Herkunftsland des größten Anbieters O2 hierzulande, Spanien, dann muss man sich schon fragen, warum Deutsche immer noch so viel für Datenvolumen und die Sprachpakete bezahlen sollen.

Telekom in den USA: Aggressiver Innovator

Wirft man einen Blick über den großen Teich, dann kann man sich fast schon die Augen reiben, wie aggressiv die Telekom im US-Markt auftritt. Preissenkungen, Wegfall der Vertragslaufzeiten, Gratisaktionen, Geld-zurück-Garantien, praktisch unbegrenztes Inklusivvolumen, eine Netzgarantie und Gratis-Volumen fürs Musik-Streaming zeichnen den „Un-Carrier“ in den USA aus. Kein Wunder, ist die Telekom dort der „kleine“ neu Anbieter, der die etablierten Provider das Fürchten lehren will. Möglicherweise lernt die Bonner Konzernführung, dass es auch in Deutschland Zeit wäre, einige der Aktionen durchzuführen. Damit könnte der Spitzenplatz in Good Old Germany zurückerobert werden. Schließlich ist die Telekom nur noch Nummer 2.

Als sicher gilt aber, dass die allgemeine Entwicklung weiter geht: Handynutzung und das mobile Surfen mit dem iPhone wird stetig günstiger werden. Gleichzeitig arbeiten nahezu alle Netzanbieter am Ausbau der Mobilfunknetze und der Beseitigung von ärgerlichen Funklöchern. Wer noch ein bisschen weiter in die Zukunft blickt, der kann sich über die wegfallenden Roaming-Gebühren 2017 freuen.