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Sven 25.12.2015 13:04 Uhr
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Apple verlangt noch mehr Geld von Samsung

Obwohl die Streitigkeiten um Patentverletzungen zwischen dem koreanischen Technik-Konzern Samsung und Apple vorläufig für beendet erklärt wurden, verlangt der iPhone-Hersteller Apple einen Nachschlag der Strafzahlungen. Samsung hatte Apple bereits aufgrund eines Richterspruchs 550 Millionen US-Dollar überwiesen. Offenbar reicht das Apple jedoch nicht. Dadurch, dass Samsung trotz eines rechtskräftigen Urteils seine offensichtlich kopierten Galaxy S2 weiterhin verkauft hat, sind dem Mac-Pionier zusätzliche Schäden entstanden, die die Kalifornier aus Cupertino gerne kompensiert sähen.

Apple: Schadensersatz für kopiertes iPhone-Design

Konkret steht eine Summe von knapp 179 Millionen US-Dollar für Schadensersatz-forderungen plus zusätzlichen knapp 1,2 Millionen Dollar Verzugszinsen im Raum. Wie offensichtlich Samsung Apple-Produkte kopiert hat, zeigen Auszüge aus Apples Beweisführung, die an die Öffentlichkeit gelangt sind (siehe nebenstehendes Foto).

Der Streit um offenbar geklautes Design der ersten Samsung-Smartphones und Tablets schwelt bereits seit Jahren. Auch wenn die betreffenden Produkte schon längst nicht mehr im Handel sind, haben die Koreaner mit den Design-Plagiaten gutes Geld verdient. Daran möchte Apple natürlich Anteil haben. Denn die Design-Abteilung um den mittlerweile beförderten Jony Ive hat die modernen Samsung-Geräte erst möglich gemacht.

Apple trifft Samsung finanziell hart

Apple arbeitet an mehreren Fronten daran, Samsung finanziell zu treffen. Einerseits greift der amerikanische Hightech-Konzern satte 94 Prozent aller mit Smartphones erwirtschafteten Gewinne ab, andererseits schiebt er Samsung als Zulieferer zunehmend auf das Abstellgleis. Apple-Chef Tim Cook führt wohl derzeit den „Thermonuklearen Krieg“ gegen Samsung weiter, den sein Vorgänger Steve Jobs dem koreanischen Mischkonzern erklärt hat. Wirkung scheinen die Maßnahmen zu zeigen: Samsungs Gewinne und Umsätze brechen ein. Denn der Markt für High-End-Smartphones ist von Apple mit hochpreisigen iPhones besetzt und für die Asiaten bleiben nur Rekordverkäufe für billige Einsteiger–Smartphones. Mit diesen lässt sich aber kaum Geld verdienen.

Auf der Zuliefererseite vergibt Apple zunehmend Aufträge an alternative Fertiger. Samsung kann so nicht einmal mehr am iPhone-Erfolg partizipieren.

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