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Sven 24.11.2015 20:27 Uhr
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74,1 Prozent aller Android-Anwender können überwacht werden

Die beiden größten Smartphone-Ökosysteme iOS und Android sind in den jeweils aktuellen Versionen sicher vor Ausspähung und Überwachung durch Behörden und Geheimdienste. Die Anbieter, Apple und Google haben für die angewandte durchgängige Verschlüsselung eine Menge Kritik einstecken müssen, weil die Strafverfolgungsbehörden argumentieren, Verschlüsselung helfe ausschließlich Verbrechern. Und wer nichts zu verbergen hätte, der müsste auch keine Überwachung befürchten. Apple hat mit iOS ab Version 8 eine durchgängige Verschlüsselung implementiert, Google setzt ein solches Verfahren seit Android 5.0 ein.

Ältere Versionen anfällig für Überwachung

Großes Problem des Open Source-Systems von Google ist aber die hohe Fragmentierung. Weil der Suchmaschinen-Primus anders als Apple Hard- und Software nicht selber kontrolliert, liegt es an den Herstellern der Smartphones, die aktuelle Softwareversion auf die Geräte zu bringen. Das kostet Geld und wird deswegen nur bei wenigen Flaggschiff-Phones gemacht. Sonst würden die ohnehin schmalen Margen weiter gemindert.

Knapp drei Viertel der Android-Anwender anfällig

Daher rührt die Situation, dass de facto über 74 Prozent aller Android-Anwender von Behörden oder Ganoven ausspioniert werden könnten. Bei iOS ist die Lage deutlich besser. 91 Prozent aller Anwender setzen iOS 8 oder neuer ein. Und sind damit sicher. Denn die Verschlüsselung greift im Gerät als Ganzes, sowohl Hauptspeicher als auch der Flash-Speicher, auf dem Dokumente und Apps lagern sind mit einer starken Kryptografielösung abgeriegelt. Einzig ein sicherer Passcode kann die Verschlüsselung aufheben. Bei Android-Versionen kleiner 5 braucht man diesen eigentlich überhaupt nicht, weil man – hat man Zugriff auf den Flash-Speicher – ohnehin alles auslesen kann.

Unsere Meinung: Manchmal ist ein Blick über den Gartenzaun doch recht beruhigend.