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Sven 15.11.2015 18:59 Uhr
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SIM-Karte adieu: Telekom will eSIM 2016 einführen

Dass die klassische SIM-Karte nicht die komfortabelste aller Lösungen im Mobilfunk darstellt, ist wohl allen unseren Lesern klar. Ein schneller Tarifwechsel ist unmöglich, man benötigt für den neuen Anbieter dringend ein Stückchen Hardware, die SIM-Karte. Mittlerweile hat das Relikt aus ersten Mobilfunktagen schön über 25 Jahre auf dem Buckel und wurde unter anderem von Apple und anderen Smartphone-Anbietern immer weiter geschrumpft. Komplett ersetzen kann man sie – von einer Ausnahme mal abgesehen – noch nicht. Die Ausnahme besteht in der Apple SIM. Diese per Software direkt im Endgerät emulierte SIM-Karte ermöglicht einen schnellen Providerwechsel zwischen den teilnehmenden Providern.

Deutsche Telekom sagt der SIM-Karte den Kampf an

Diese Apple SIM gibt es allerdings nur beim iPad. Telefondienste – vom IP-basierten FaceTime abgesehen – können darüber nicht genutzt werden. Nun hat die Deutsche Telekom einen eigenen Entwurf veröffentlicht, der der klassischen Speicherkarte den Garaus machen soll: die eSIM. Diese SIM-Karte (der Name eSIM steht für embedded SIM, eingebettete SIM) wird im Gerät selber emuliert. Der Kunde erhält einen Barcode, mit dem er sein erstes Gerät und 4 weitere registrieren und auf diese Weise freischalten kann.

Noch mehr Komfort dank eSIM

Die eSIM ist den Informationen der Telekom zufolge nicht nur auf Handys, Smartphones und Tablets beschränkt, sondern könnte auch WLAN-fähige Kameras, Fitnesstracker oder Navigationssystem sowie zukünftige Autos schnell und bequem ins Mobilfunknetz einbuchen. Kunden hätten so eine einfache Möglichkeit, ihre internetfähigen Geräte in ein Mobilfunknetz zu bekommen. Ein Garant für permanente Netzverbindung.

Ob die eSIM tatsächlich bereits 2016 auf ihren Siegeszug geht, ist ungewiss. Möglicherweise könnte auch das kommende iPhone 7 das erste Smartphone sein, das auf die neue Technik setzt. Ein schmaleres Gehäusedesign wäre so denkbar. Denn auch der Kartenschacht für die SIM-Karte, sei er noch so klein, kostet wertvollen Platz im iPhone-Gehäuse.

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