Suche
Nur für Dich. iPhone Tricks bequem per E-Mail.
Sven 09.10.2015 12:45 Uhr
News von

8 Bewertungen
4,50 Sterne

Apple entfernt gefährliche Ad-Blocker

Apple hat eine Reihe von Werbeblockern aus dem App Store geworfen. Hintergrund ist nicht etwa ein Verstoß gegen die App Store Richtlinien, sondern vielmehr ein Sicherheitsaspekt. Die beanstandeten Apps haben versucht, ein eigenes Sicherheitszertifikat auf das iPhone zu laden. Mit diesem Zertifikat ist es dann möglich, eine verschlüsselte VPN-Verbindung aufzusetzen, über die dann der gesamte Traffic des Anwenders geleitet wird. Dabei wird jedes einzelne Paket dann über die Server des App-Anbieters gelenkt. Natürlich soll eine solche Verbindung lediglich dazu dienen, unerwünschte Werbung von besuchten Webseiten auszufiltern. Aber wer kann das schon überprüfen?

Missbrauch durch Stammzertifikate in AdBlockern

Denn selbstverständlich öffnet diese Herangehensweise Missbrauch Tür und Tor. Denn wenn jeglicher Internet-Traffic (also auch vertrauliche E-Mails, Chats, VoIP-Telefonate und anderes) über die Server des AdBlock-Plugins geleitet werden, können selbstverständlich eine Menge sensibler Daten abgegriffen werden. Verschlüsselte Verbindungen sind zwar nicht so ohne weiteres auslesbar, aber alleine das Aufbauen von Verbindungen zu bestimmten Zeitpunkten kann die Privatsphäre des Nutzers schwer verletzen.

Apple schmeißt AdBlocker aus dem App Store

Eine der betroffenen Apps, die genau wie beschrieben arbeiten, ist Been Choice (App Store Link). Durch das beschriebene Vorgehen ermöglichte die App auch das Filtern von In-App-Werbung in anderen Apps. Dass das weder Apple noch den Entwicklern der betroffenen Apps gefällt, ist klar.

We’ve removed a few apps from the App Store that install root certificates which enable the monitoring of customer network data that can in turn be used to compromise SSL/TLS security solutions.

Wir haben ein paar Apps aus dem App Store entfernt, weil diese Root Zertifikate installiert haben, die eine Überwachung von Anwender-Nutzdaten ermöglichen. Dies kännte verwendet werden, um die SSL/TLS Sicherheitsfunktionen auszuhebeln.

– Apple Sprecher

Apple möchte den Entwicklern der betroffenen Apps helfen, die Probleme auszuräumen und die beanstandeten Werbeblocker wieder in den App Store einzustellen.

AdBlocker schaden dem kostenlosen Internet

Als ein Anbieter von hochwertigem Content, der sich selbstverständlich ebenfalls größtenteils über klassische Werbung finanziert, steht unsere Redaktion Werbeblockern gegenüber selbstverständlich kritisch gegenüber. Wir wollen die Gelegenheit daher nutzen, um unsere Leser darum zu bitten, eine Ausnahmeregel in ihrem AdBlocker einzurichten. So können wir weiterhin aktuelle News und Tricks aufbereiten und diese kostenlos zur Verfügung stellen.

Auch interessant