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Sven 14.09.2015 13:01 Uhr
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„Hey, Siri“ und der Datenschutz

Zusammen mit vielen weiteren Neuerungen hat Apple während der Vorstellung der neuen iPhones auch das neue Feature „Hey, Siri“ vorgestellt. Wobei, so neu ist das gar nicht, funktioniert die digitale Assistentin doch bereits heute auf Zuruf. Allerdings nur mit angeschlossenem Strom. In Zukuft lauscht das iPhone permanent auf den Weckruf seines Herrn. Das wirft für viele Anwender die Frage nach dem Schutz der Privatsphäre auf. Übermittelt das iPhone etwa jedes Geräusch an Apples Server zur Stimmenanalyse?

Daten verlassen das iPhone 6s nicht

Die Antwort ist ganz klar: Nein. Der Grund, warum „Hey, Siri“ auf den iPhone 6 nur mit angeschlossenem Strom funktioniert ist, weil es keine spezialisierte Hardware gibt, die die Sprachsynthese vornehmen könnte: erhöhter Stromverbrauch und damit verringerte Akkulaufzeit wären die lästigen Folgen. Das ändert sich mit der neuen Baureihe nun. Der im iPhone 6s und iPhone 6s Plus neue Ko-Prozessor M9 Motion, der eigentlich für die permanente Aufzeichung der Bewegungsdaten des iPhone-Besitzers zuständig ist, hat einen hoch-effizienten Soundchip erhalten.

Diesen muss der Anwender trainieren, indem er dem iPhone einmalig beibringt, wie er „Hey, Siri“ sagt. Ist das erledigt, lauscht der M9 permanent. Und zwar nur auf die Stimme seines Besitzers. Daten verlassen das iPhone dabei nicht. Übrigens: Auch die Anfragen, die man nach dem Befehl „Hey, Siri“ an Apple sendet, sind nicht personalisiert. Apple kennt zwar den Inhalt der Fragen, kann aber nicht nachvollziehen, welches Gerät für welche Anfrage verantwortlich ist. Siri ist also keine Datenschleuder und damit auch keine Gefahr in Sachen Datenschutz.