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Sven 07.09.2015 5:22 Uhr
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iPhone 6s: Force Touch wird zu 3D Touch

Dass das am kommenden Mittwoch von Apple zu präsentierende iPhone 6s Force Touch haben wird, gilt als sicher. Die Technik, die es erlaubt, die Stärke eines Drucks auf das Display zu registrieren, ist in der Apple Watch erfolgreich eingeführt worden. Und soll nun auch auf den Displays der iPhones ankommen. Allerdings plant Apple eine verbesserte Version auf dem iPhone 6s einzusetzen. Dort soll Force Touch 3 verschiedene Stärken eines Fingertipps auseinanderhalten können. Ein normaler Tipp, fest und sehr fest. Der Name für diese Force Touch-Variante: 3D Touch.

… und Taptic Engine

Um den Anwendern ein haptisch noch besseres Feedback zu geben, besonders bei einem 3D Touch wichtig, hat Apple auch in das neue iPhone 6s die von der Apple Watch bekannte Technik namens „Taptic Engine“ einbauen lassen. Die Taptic Engine funktioniert etwas anders als die konventionellen Vibrationsmotoren und „klopft“ im Falle der Apple Watch eher an das Handgelenk der Anwender, als zu summen. Funktioniert das im iPhone 6s ebenso gut wie auf der Computeruhr, können Nutzer sich über eine ganz neue Art des taktilen Feedbacks freuen.

Drei Druckstufen mit 3D Touch

Durch die Optimierung erhält das iPhone noch mehr Möglichkeiten, iOS 9 bedienerfreundlicher zu machen. Anwendungsgebiete müssen nicht lange gesucht werden. So könnte in der Apple Music App ein mittlerer Druck das Kontextmenü zum aktuellen Song anzeigen, während ein fester Druck diesen direkt in die eigene Mediathek übernehmen könnte. In der Karten-Applikation könnte ein fester Druck direkt die Navigation ohne Umwege starten, währen ein mittlerer Druck Details zum ausgewählten Ziel präsentieren kann. Ein einfacher Tipp könnte dann dafür genutzt werden, die Karte zu justieren.

Apple muss Möglichkeiten im iPhone 6s nutzen

Wie intuitiv die neuen Möglichkeiten werden, liegt jedoch an Apple. Denn schon bei der Apple Watch haben Anwender häufig das Problem, herauszufinden, wo ein Force Touch funktioniert und wo nicht. Es wird auf der Uhr eiine Menge herumprobiert. Und manchmal ergibt die Bedienung auf dem kleinen Display schlicht keinen Sinn. Wie der iPhone-Hersteller dieses Problem in den Griff bekommen möchte, ist noch offen. Denn schafft er das nicht, ist auch 3D Touch nicht viel mehr als eine Spielerei. Und das wäre schade.

Schließlich bietet diese Technik vor allem auch für Entwickler von Apps und Spielen eine neue Eingabemethode, die die Bedienung deutlich erleichtern könnte. Nutzen die Programmierer die Möglichkeiten sinnvoll aus und bilden sich rund um deren Verwendung „Best Practises“, die dem Anwender in fast jeder App begegnen, ist 3D Touch eine rosige Zukunft nahezu sicher.