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Sven 25.08.2015 19:01 Uhr
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Tim Cooks E-Mail an Analyst Jim Cramer könnte SEC beschäftigen

Das könnte Ärger geben: Nachdem Apple-Chef Tim Cook dem CBN-Börsenexperten Jim Cramer eine E-Mail geschrieben hatte, in der er die aktuelle Situation in China detaillierter beschrieb, vermuten einige Anwälte einen Verstoß gegen die Regeln der US-Börsenaufsicht (U.S. Securities and Exchange Commission, SEC). Denn solche Informationen dürfen entweder allen Anlegern öffentlich zur Verfügung gestellt werden, oder es muss Stillschweigen bewahrt werden, um die Gleichheit der Stakeholder nicht zu gefährden. Wie Experten nun ausführen, kann man die Schilderungen Cooks zur aktuellen Verkaufssituation in China als kursbeeinflussende Insiderinformationen werten – ein klarer Verstoß gegen SEC-Regularien.

Weder von Apple noch von Seiten der SEC war ein Kommentar zu bekommen. Möglicherweise prüfen beide Seiten derzeit ihre Möglichkeiten und Optionen. Der Anwalt und Chef eines Blogs, dass sich mit den Rechten von Anlegern in den USA beschäftigt, gibt aber unmissverständlich zu Protokoll:

It constitutes a disclosure giving certain individuals the benefit before it was percolated by the rest of the public, during a fast-moving, extraordinary market.

(Diese E-Mail) begründet eine Veröffentlichung, aus der einzelne Kapital schlagen konnten bevor die Information an die Öffentlichkeit dringen konnte. Und das in einem schnelllebigen, außergewöhnlichen Marktumfeld.

– Bill Singer, Chef von BrokeAndBroker.com

Es bleibt abzuwarten, ob die fragliche E-Mail wirklich ernsthafte Konsequenzen für Cook oder Apple haben wird. Möglicherweise kommt Apples CEO auch mit einer offiziellen Rüge davon. Denn ein Wiederholungstäter ist er nicht und Apple hält sich mit Kommentaren zum aktuellen Börsengeschehen bisher immer streng zurück. Die jetzige Erfahrung zeigt wohl, dass das auch besser so bleibt.

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