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Sven 09.07.2015 14:35 Uhr
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Spotify fordert User zur Kündigung auf

Offenbar möchte Spotify, der Marktführer in Sachen Musikstreaming, seinen Profit maximieren. So werden User derzeit aufgefordert, die Premium-Mitgliedschaft, die sie über Apples App Store abgeschlossen haben, zu kündigen. Anschließend sollen Anwender den Dienst nochmals abonnieren. Diesmal jedoch über die eigene Website. In einer E-Mail beschreibt der Streaming-Anbieter, warum er sich wünscht, dass seine Kunden dieses umständliche Prozedere durchführen: Apple kassiert von den Abogebühren 30 Prozent ein, wenn der Vertrag über den App Store zustande kam. Das ist die übliche Praxis bei In-App-Käufen.

Allerdings hat die Sache mit den In-App-Käufen im Falle von Spotify einen faden Beigeschmack. Denn Apple ist seit der Einführung von Apple Music ein Konkurrent auf dem Streaming-Markt. Und verdient an den Umsätzen der Wettbewerber bei diesem Modell direkt mit. An einer Premium-Mitgliedschaft im Wert von knapp 13 Euro (beim In-App-Kauf) kassiert der iPhone-Hersteller direkt 3 Euro.

Diese drei Euro gibt Spotify lieber seinen Kunden, denn wer ein Premium-Abo über die Spotify-Webseite abschließt, sperrt nicht nur Apple aus, sondern spart sich auch noch genau diese 3 Euro. Für die gesamte Vertragslaufzeit. Spotify will also unter allen Umständen verhindern, dass Apple am eigenen Umsatz teilhat.

Noch hat Spotify wenig zu befürchten: 75 Millionen Kunden, davon 20 Millionen Premium-Abonnenten sind derzeit noch ein großer Vorsprung vor der Konkurrenz.