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Sven 30.04.2015 12:52 Uhr
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„Secret“: App wird eingestampft wegen Cybermobbings

Die Idee hinter „Secret“ war nicht schlecht. Verbreiten von Geheimnissen hinter dem Deckmantel der Anonymität. So hätten einige Dinge ans Licht kommen können, die sich keiner laut zu sagen traut. Leider verkam das soziale Netzwerk zu einem Biotop für Cybermobbing. Gemeinsame Freunde, Feinde, Bekannte, Lehrer oder Professoren wurden darin der verschiedensten Verbrechen und sexuellen Orientierungen bezichtigt. Brasilien beispielsweise hat die App nach mehrfachen Beschwerden schlicht verboten. Und Apple damit im selben Atemzug dazu bewogen, die App per Fernlöschung von den Geräten seiner Bürger zu entfernen. Aus unserer Sicht nachvollziehbar.

Die App ist auch nicht mehr im App Store zu finden, ganz im Gegensatz zu einem anderen sozialen Netzwerk, in dem man ebenfalls anonym und ohne Anmeldung posten kann, Plag** (App Store Link). Offenbar funktionieren hier die Selbstreinigungskräfte besser als beim unseligen Secret. Auch bei einer weiteren Alternative – Whisper (App Store Link) – klappt es mit der Fairness deutlich besser. Allerdings haben die Macher dieser App die Privatsphäre etwas entschärft: Gerüchte, die einen selber betreffen kann man im eigenen Adressbuch lokalisieren. So hat Whisper Auswüchse vermieden, die Secret den guten Ruf und letztlich die Existenz gekostet haben.

Cybermobbing wird immer mehr zum Thema und scheint permanent weiter um sich zu greifen. Die Initiative klicksafe bietet weiterführende Informationen zum Thema. Hier wird aufgeklärt, wo man Hilfe bekommen kann und welche Inhalte man besser nicht teilen sollte, um kein Opfer der Cybermobber zu werden.