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Sven 30.04.2015 5:40 Uhr
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Apples Umsatz mit Musik und Filmen schrumpft

Der Börsenaufsicht SEC ist Apple als börsennotiertes Unternehmen jedes Quartal detaillierte Rechenschaft in Form eines Quartalsberichts schuldig. Die Quartalszahlen hat Apple folglich Anfang der Woche präsentiert. Daraus geht hervor, dass Apple ausgezeichnete Geschäfte mit Apps macht. Mit rund 5 Milliarden US-Dollar Umsatz von Januar bis März fuhr dieser Teil der Dienste-Sparte rund um iTunes ein Rekordergebnis ein. Ein anderer Bereich ist laut Apples CEO seit etwas über einem Jahr rückläufig; der Handel mit Musik, Serien, Filmen und Büchern entwickelt sich stetig zurück. Um 4 Prozent weniger Umsatz müssen sich die Apple-Verantwortlichen in diesen Segmenten Gedanken machen.

Gründe für den Rückgang sind vermutlich die vielen Streaming-Anbieter, die Inhalte meist in einem Abo-System an die Konsumenten bringen. So liefern Spotify und Pandora beispielsweise Musik, Amazon Instant Video oder Netflix sorgen für Filme und Serien. Sogar Bücher kann man im Abomodell auf sein iPhone „streamen“ lassen. Audible.de, der Service von Amazon springt hier mit Hörbüchern ein, die Kindle-Plattform aus gleichem Hause bietet eine Art Verleihbibliothek für die Android-Lesegeräte an.

Jede Menge Konkurrenz, der Apple zumindest in Sachen Musik-Streaming begegnen will. Es wird erwartet, dass der iPhone-Hersteller zur Entwicklerkonferenz WWDC 2015 einen Musik-Streaming-Service startet. Auch dafür hat der Konzern Verstärkung angeheuert. Nachdem der populäre Radio-DJ Zane Lowe bereits an Bord ist, haben die Kalifornier die ebenfalls bei BBC 1 beschäftigten Produzenten James Bursey, Natasha Lynch und Kieran Yeates vom englischen Rundfunk abgeworben. Deren Rolle bei Apple dürfte klar sein: redaktionell aufbereitete Sender für den Streaming-Dienst pflegen.