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Sven 02.04.2015 19:51 Uhr
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Fragebogen: Europäische Kommission beleuchtet Apples Musikstreaming-Pläne

Mehrere Musiklabels haben in den letzten Tagen Post von der Europäischen Kommission, dem legislativen Arm der EU, erhalten. Darin fand sich eine Befragung, in der die angeschriebenen Firmen detailliert zu den Verträgen mit Apple hinsichtlich Musikstreaming Auskunft geben sollten. Das berichtete unter anderem appleinsider.com unter Berufung auf die Financial Times. Der Hintergrund dieser Befragungs-Aktion scheint klar: Es wird erwartet, dass Apple im Sommer einen eigenen Streaming-Service auf Basis des im letzten Jahr akquirierten Beats Music Dienstes starten will. Die EU hat offenbar ein wachsames Auge auf Apples Aktivitäten und Geschäftsgebaren geworfen.

Solchen Befragungen gehen in der Regel offizielle Beschwerden von Konkurrenten voraus. Möglicherweise hat ein Wettbewerber von Apple bereits jetzt eine solche Beschwerde eingereicht. Spotify beispielsweise hat einen europäischen Firmensitz und naturgemäß hervorragende Beziehungen zur Musikindustrie. Möglich, dass der Marktführer in Sachen Musikstreaming so Hinweise auf unfaires Geschäftsgebaren sammeln konnte. Doch das ist reine Spekulation.

 
Denn obwohl der Service noch nicht verfügbar ist, scheint der Kommission daran gelegen, dass Apple die Spielregeln des Marktes auch einhält. Dass der iPhone-Hersteller die Gewohnheiten im Markt für Musikstreaming verändern will, ist klar. Schon im Vorfeld des Starts hat Apple verkündet, dass es am liebsten eine „Paywall“ etablieren würde. Kostenlose Angebote (wie beispielsweise Spotify sie anbietet) sollten verschwinden. Somit hätte kein Nutzer mehr kostenlosen Zugang zu einem Streaming-Dienst. An den Preisen möchte Apple ebenfalls etwas ändern. Hat sich in den vergangenen Jahren eine Monatsgebühr von rund 10 Euro eingebürgert, möchte der High-Tech-Riese auch hier korrigieren: Die Grundgebühr für das erneuerte Beats Music wird aller Voraussicht nach zwei Euro weniger, 8 Euro, betragen.

Apple wird den neuen Musik-Streaming Service vermutlich im Sommer im Rahmen der WWDC 2015, der hauseigenen Entwicklerkonferenz, starten. Wie der Dienst dann heißen wird, ist natürlich noch offen. Unser Tipp: Apple Music.