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Sven 11.03.2015 6:39 Uhr
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Laut Snowden: iPhone ist CIA-sicher

Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden, die The Intercept analysiert hat, verraten eine ganze Menge über den Kampf der CIA gegen Apples bislang hochwirksame Verschlüsselungstechniken. Den Unterlagen zufolge arbeiten mehrere Forscher aus der freien Lehre zusammen mit der CIA bereits viele Jahre daran, die Verschlüsselungsalgorithmen von iPhones, iPads und Macs zu knacken und so unbemerkt in die Gadgets und Computer zu gelangen. Offenbar ist das bislang vergeblich versucht worden. Das CIA-interne Wiki, das Edward Snowden kopiert hat, verrät die Herangehensweise der „Forscher“.

So soll versucht worden sein, Apples Entwicklungsumgebung Xcode zu kompromittieren. Diese wird für das Schreiben von iOS-Software benötigt. Der Zweck ist klar: Software, die mit einem gehackten Xcode hergestellt wird, könnte Trojaner und andere Schnüffelsoftware direkt bei der Installation in die Geräte tragen. Xcode wird jedoch ausschließlich von Apple selbst vertrieben und kostenlos verteilt. Ein Händlernetz gibt es nicht. Wie die korrupte Version auf die Macs der nichts ahnenden Anwender hätte kommen sollen, geht aus den Dokumenten nicht hervor.

Auch wenn sich niemand in einer trügerischen Sicherheit wiegen sollte, dem Datensicherheit etwas wert ist: die öffentliche Initiative von Tim Cook für mehr Datenschutz scheint sich nachhaltig zu lohnen. Aus den Rängen der CIA kam bislang kein Kommentar zu den Veröffentlichungen (wen wundert’s), doch man kann davon ausgehen, dass die Schlapphüte das Rennen um unsere Privatsphäre noch nicht verloren gegeben haben. Auch  vor diesem Hintergrund sollte sich jeder Anwender eines Jailbreaks gut überlegen, ob er die Sicherheitsmechanismen von Apple wirklich knacken möchte.