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Sven 09.03.2015 5:25 Uhr
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Musikstreaming: Apple will „Paywall“

Mit der Akquisition von Beats im vergangenen Jahr ist Apple bekanntermaßen stolzer Besitzer eines Musik-Streaming-Dienstes. Seither warten Beobachter darauf, dass ein in iTunes integrierter Service von Apple angekündigt wird. Auf der diesjährigen WWDC, Apples Entwicklerkonferenz, soll es soweit sein. Übe den Preis steht noch nichts endgültiges fest, jedoch pocht die Gerüchteküche auf einen Monatsbeitrag von rund 8 US-Dollar. Ein kostenloses Angebot wird es nicht geben. Diese werbefinanzierten Gratis-Accounts der Konkurrenz sind Apple ohnehin ein Dorn im Auge.

Apples Eddy Cue und der ehemalige Beats-Gründer Jimmy Iovine plädieren dafür, dass sich die Branche „hinter eine Paywall“ stellen und kostenlose Angebote generell abschalten solle. Damit wären dann die Margen im Geschäft höher und die Künstler erhielten vernünftige Tantiemen. Die Paywall-Höhe möchte Apple aber senken: 8 US-Dollar sind 20% weniger als der aktuell übliche Preis für Musikstreaming-Angebote. Derzeit kommt aus den Kreisen der Kreativen viel Kritik, weil für das Abspielen von Musiktiteln nur Bruchteile von Cents bei den Künstlern landen. US-Künstlerin Taylor Swift hatte unlängst alle ihre Songs aus Spotify, dem Marktführer in Sachen Musikstreaming, entfernen lassen.

Apple könnte mit dem Eintritt in das Musikstreaming-Geschäft einiges verändern, möglicherweise auch vieles für die Künstler reißen. Denn mit den derzeitigen Konditionen können bei Spotify nur Weltstars ihren Lebensunterhalt sichern. Unser Tipp: Wer seinen Lieblingskünstler unterstützen will, der kauft das Album bei iTunes und streamt es dann über Spotify.