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Sven 18.11.2014 5:46 Uhr
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WireLurker: Verdächtige festgenommen

WireLurker: Verdächtige festgenommen

Einfallstor USB-Kabel

Wie macrumors.com berichtet, haben die chinesischen Behörden bereits vergangenen Freitag die mutmaßlichen Drahtzieher der Schadsoftware WireLurker festgenommen und deren Räumlichkeiten beschlagnahmt. Ein Post der chinesischen Polizei auf dem chinesischen sozialen Netzwerk Sina Weibo bestätigt die Festnahme. Bei WireLurker handelt es sich um eine Schadsoftware für iPhones, die über infizierte Macs auf die Smartphones gelangt ist. Dabei wurde das kabelgebundene Deployment von Software, wie es große Unternehmen nutzen, sabotiert, um dem iPhone Schadsoftware unterzuschieben.

Profil der chinesischen Polizei

Profil der chinesischen Polizei

Die Macs wurden infiziert, als deren Besitzer sich von einem chinesischen Downloadportal, dem Maiyadi App Store, eine von rund 400 infizierten OS X Apps heruntergeladen haben. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist das bereits 356,104 Mal geschehen. Das Gefährliche und Bemerkenswerte an WireLurker: Zum ersten Mal gelangte Schadsoftware unbemerkt auf ein iPhone. Bislang mussten Betroffene Nutzer immer kräftig mithelfen, das iPhone jailbreaken und Software aus dunklen Softwarekanälen ziehen. Bei WireLurker genügte das Synchronisieren mit einem infizierten Mac. Der Trojaner macht sich anschließend im iPhone breit und ermöglicht ein Abgreifen sensibler Daten und Informationen.

Meinung: „Basque Attack“ und „WireLurker“ – in kurzen Abständen sind zwei Schadprogramme aufgetaucht, die das Vertrauen in die Sicherheit der iPhones untergraben könnten. Einfallstor in beiden Fällen: Enterprise Provisioning, also das Installieren zugealssener Software auf Firmen-iPhones. Daher ist leichte Entwarnung angesagt. Denn das Synchronisieren eines iPhones mit dem Mac per Kabel wird von Tag zu Tag unmoderner. Vielleicht rutschten Apple auch deswegen diese gefährlichen Lücken durch.

 

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