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Sven 15.11.2014 16:57 Uhr
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Große IT-Konzerne der USA wollen Maulkorb für die NSA

Große IT-Konzerne der USA wollen Maulkorb für die NSABevor die Republikaner im amerikanischen Senat die Mehrheit übernehmen, wollen große Technik-Konzerne in den USA die letzte Chance nutzen, um gezielt Lobby-Arbeit zu betreiben. Wie Bloomberg meldet  engagieren sich die IT-Giganten Microsoft, Facebook und Apple gerade dafür, die NSA in ihrer Handlungsvollmacht einzuschränken. Den Firmen geht die Überwachung ihrer Kunden durch den nationalen Sicherheitsdienst gegen den Strich. Sie befürchten einen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Firmen, die nicht im Hoheitsbereich der National Security Agency ihren Firmensitz haben.

Sprecher der Consumer Electronics Association, zu der auch Google und Twitter gehören, haben öffentlich geäußert, dass ihre Mitglieder bereits millionenschwere Aufträge verloren haben, weil Kunden innerhalb und außerhalb der USA die Spionageaktivitäten der NSA fürchten.

„[Our members] have already lost contracts with foreign governments worth millions of dollars(…).“
– Gary Shapiro, Präsident und CEO der Consumer Electronics Association

NSA-Hauptquartier

Bedrohlich: NSA-Hauptquartier

Gründe für einen NSA-„Maulkorb“ gäbe es viele. Das Kundenvertrauen in die US-IT-Konzerne leidet, auch bei den inländischen Kunden. Denn in der Cloud sollen Kunden ihre Daten mit einem guten Gefühl ablegen. Am 18. November will der Senat einen Beschluss verabschieden, der der NSA das massenweise, prophylaktische Abgreifen von E-Mails und sonstiger Kommunikation im Internet untersagt.

Meinung: Ja, es wäre ein beruhigendes Gefühl, wenn die Spionage der NSA eingedämmt würde. Die Uhr tickt, die liberalere demokratische Mehrheit im Senat ist nur noch bis Ende diesen Jahres im Amt. Schaffen es die US-Konzerne, sich gegen die Überwachung der NSA zu wehren, profitiert das gesamte Internet davon.

 

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