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Diana Apps von

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QuantifiedMap: Deine personalisierte Karte mit Bewegungsmustern

Dass seit geraumer Zeit Apps gerne diverse Daten von Nutzern speichern, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Diese Daten müssen jedoch nicht gleich für zwielichtige Zwecke verwendet werden: Mit der App QuantifiedMap werden eure Daten aus anderen Apps wie Strava analysiert und in einer anschaulichen Karte zusammengetragen. So könnt ihr euch beispielsweise eure Bewegungsmuster und Postionen, an denen ihr Fotos gemacht habt, auf übersichtliche Weise ansehen.

Veranschauliche deine Tracking-Daten

QuantifiedMap ist kostenlos im App Store auf eurem iPhone erhältlich. Ihre System-Sprache ist englisch.

Damit die App mit Daten gefüttert werden kann, solltet ihr euch zusätzlich Apps wie Moves, Strava Running and Cycling GPS oder Foursquare Swarm: Check-in App installieren. Daneben solltet ihr QuantifiedMap den Zugriff auf die vorinstallierten Apps wie HealthKit und Fotos erlauben. Diese Apps sollten von euch regelmäßig genutzt werden, damit QuantifiedMap genügend Daten zur Verfügung stehen. Ohne den Input der anderen Apps ist QuantifiedMap nutzlos. Wenn ihr die Apps zwar nutzt, aber eure Daten nicht in den personalisierten Karten von QuantifiedMap erscheinen, müsst ihr die Apps unter Settings in der QuantifiedMap aktualisieren. Klickt hierfür auf Refresh.

Grundsätzlich solltet ihr jedoch immer vorsichtig mit den Zugriffsrechten von Apps umgehen und diese regelmäßig kontrollieren, denn nicht jede App nutzt die Daten anderer Apps so sinnvoll wie QuantifiedMap. Und selbst hier mag es für den ein oder anderen gruselig erscheinen, wenn eine App so genau die persönlichen Routen aufzeichnet.

Die App teilt sich neben den Einstellungen in drei Menüs auf: Everything (Alles), Activities (Aktivitäten) und Trips (Ausflüge). Die Kategorie Trips ist derzeit (Stand: 26.10.2017) noch im Ausbau und kann nicht genutzt werden. Unter Everything und Activities habt ihr die Möglichkeit einen bestimmten Zeitraum zu wählen, von dem das Bewegungsmuster erstellt werden soll. Bei den vorgegebenen Zeitabschnitten Day, Week und Month habt ihr die Wahl zwischen dem aktuellen (Current) oder dem vorherigen (Previous) Tag bzw. Woche oder Monat. Neben den festen Zeiträumen lässt sich unter Custom eine eigene Spanne festlegen. Auf der Karte erscheinen dann all eure Routen oder Punkte, an denen ihr Fotos gemacht habt, für den ausgewählten Zeitraum.

Je nachdem, welche ergänzenden Apps ihr für QuantifiedMap freigegeben habt, zeigt euch die App an, welche Strecken ihr gegangen und welche ihr (zum Beispiel mit dem Bus) gefahren seid. Dabei stellen hellblaue Linien die Wege dar, die ihr gegangen seid (Walking). In dunkelblau wird der Transport wiedergegeben. Grüne Linien bedeuten, dass ihr diese Strecke gelaufen (Running) seid. Eure Bewegungsmuster lassen sich über diverse andere Apps wie Facebook teilen.

Die App ist anschaulich gestaltet: Unten, oben und unterhalb der Karte sind die beschriebenen Reiter angebracht. Die App ist in den Farben schwarz und blau gehalten. Die Karte ist ebenfalls in dunklen Farben gehalten. Eure Bewegungsmuster werden – wie oben genauer beschrieben – in blau dargestellt. Ihr bedient die personalisierte Karte von QuantifiedMap wie andere Karten-Apps: Unter anderem zoomt ihr mit zwei Fingern heran und heraus oder neigt die Karte.

QuantifiedMap kennt alle Straßennamen und Viertel. Die App liefert in der Karte auch Informationen zu Gebäuden wie Schulen oder Supermärkte. So könnt ihr genauestens verfolgen, wo ihr euch in letzter Zeit aufgehalten habt. Je mehr ihr euch bewegt (und dies aufgezeichnet wird), desto mehr entsteht ein Spinnennetz aus euren Routen. Die Punkte sind jedoch nicht immer exakt und QuantifiedMap gibt die Routen oftmals nur als Luftlinie wieder. So werden die eigentlichen Wege, die ihr gegangen seid, nicht korrekt dargestellt.

Fazit

Die App ist bedingungslos auf den Input von zusätzlichen Tracking-Apps angewiesen. In unserem Test mussten wir diese Apps erst einmal herunterladen und insbesondere nutzen, damit QuantifiedMap eine anschauliche Grafik erstellen konnte. Die App steht und fällt also mit ihren gelieferten Daten. Zudem muss man die Tracking-Daten der anderen Apps in QuantifiedMap in den Einstellungen immer wieder erneuern, da die Applikation die Input-Daten nicht immer automatisch überträgt.

An sich ist es jedoch sehr interessant, auf so anschauliche und verständliche Weise sehen zu können, wo man sich in den vergangenen Wochen aufgehalten hat, welche Routen man häufig geht oder an welchen Stellen man Fotos geschossen hat. Die Punkte sind aber leider nicht immer exakt und auch die Routen in der App stimmen manchmal nicht mit der Realität überein.

Leute, die sehr sensibel mit ihren Daten sind und großen Wert darauf legen, dass die Daten auf dem iPhone nicht von der einen App zur nächsten gereicht werden, werden QuantifiedMap entweder kritisch gegenüberstehen oder sich davon überzeugen lassen, dass auch sinnvolle Dinge mit erlaubten Zugriffsrechten von Apps möglich sind.

Wir halten die App für eine tolle Idee, die aber erst in Fahrt kommt, wenn die zusätzlichen Apps mit genug Daten gefüttert wurden, die sie QuantifiedMap zur Verfügung stellen können. Da die App kostenfrei im App Store erhältlich ist, solltet ihr euch am besten selber ein Bild von der App machen und herausfinden, wo ihr euch in letzter Zeit aufgehalten habt!

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Anschaulich und verständlich gestaltet
  • Gute Idee
Nachteile:

  • Lebt von den ihr zur Verfügung gestellten Daten
  • Ständige Aktualisierung der Input-liefernden Apps
  • Datenschutz
  • Nicht exakt

Hier geht’s zum Download

Quantified Map
Preis: Kostenlos