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Marie Apps von

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YouTube Kids im Test: So funktioniert das kindersichere Videoportal

Eine YouTube-App speziell für Kids? Was bereits seit einigen Jahren in den USA verfügbar ist, wurde nun auch endlich in Deutschland gestartet. Die YouTube Kids-App erkennt und zeigt passende YouTube-Inhalte und blendet Content, der für Kinder ungeeignet ist, automatisch aus. Wir erklären euch, wie die App funktioniert.

Was ist kinderfreundlich? Was nicht?

Eine Redaktion kümmert sich aktiv um die Zusammenstellung der Inhalte. Da manche Serien möglicherweise nicht von allen Eltern als uneingeschränkt geeignet wahrgenommen werden, haben die Kids in der YouTube-App nur Zugriff auf Inhalte, die ihre Eltern autorisieren.

Dazu – und das ist eine Schwachstelle der App – müssen die Eltern ausgeschriebene Zahlen als Ziffern eingeben. Zur Autorisierung ist das zu wenig. Denn kann das Kind selbst bereits lesen, ist das „Sicherheitssystem“ geknackt. Solange das aber nicht der Fall ist, können Altersgrenzen und Höchst-Wiedergabezeiten festgelegt werden.

YouTube arbeitet nach eigenen Angaben intensiv daran, ein sicheres Surfen zu ermöglichen, gibt aber gleichzeitig zu, dass kein automatisches System perfekt ist. Falls Eltern ein Video für ungeeignet halten, kann es gemeldet werden. Das Feedback hilft Google, YouTube Kids noch besser und sicherer zu gestalten.

Angepasster Startbildschirm

Jüngere und ältere Kids interessieren sich für unterschiedliche Videos. Deshalb bietet YouTube Kids verschiedene Varianten für den Startbildschirm. Eltern können zwischen den Optionen „Vorschulalter“ , „Schulalter“ und „Alle Kinder“ auswählen und die Einstellung jederzeit ändern. Ein Zugriff auf die Inhalte des „regulären“ YouTube-Videoportals ohne Altersbeschränkung ist in keinem Fall möglich. Beruhigend für alle Erziehungsberechtigten, die ihren Kindern den Zugriff auf iPhone und iPad nicht vorenthalten wollen.

Doch auch wenn man aus den Inhalten der App nicht „ausbrechen“ kann – wir empfehlen trotzdem, bei den Kindern sitzen zu bleiben. So sind sie dem Medienkonsum nicht alleine ausgeliefert, sondern können sofort Fragen stellen, wenn in einer Serie oder einem Comic Unstimmigkeiten oder Unbekanntes auftaucht.

Kindgerechte Bedienung in der YouTube Kids App

Die Bedienung der Anwendung geht selbst kleinen Kindern leicht von der Hand. Das Wechseln zwischen Kategorien, einzelnen Beiträgen hat YouTube-Inhaber Google sehr einfach und kindgerecht gestaltet. So können selbst Kinder im Alter von 30 Monaten ganz einfach durch ihre Lieblingssendungen zappen und sich ansehen, worauf sie gerade Lust haben.

Eltern sollten aber auch hier immer wieder ein prüfendes Auge auf den Medienkonsum ihrer Kleinen haben. Denn viele Serien sind von großen Konzernen gesponsert und versuchen so selbstverständlich, ihre Produkte an die kleinen Käufer zu bekommen. Exemplarisch sei hier Hasbro genannt, die hierzulande vor allem durch die „Transformers“-Serie Bekanntheit erlangte.

Fazit: Einfache YouTube-App für die Kleinsten

Die Frage, ob und wie früh die eigenen Kinder Medien und Videoportale wie YouTube eigenständig nutzen können sollten, provoziert immer wieder hitzige Diskussionen zwischen jungen Eltern. Konsens ist meist, dass die Kinder Medien nicht alleine ausgesetzt sein sollten. Das gilt auch bei der YouTube Kids App. Sie ist toll gemacht, kinderleicht zu bedienen und sorgt mit einem riesigen Angebot für leuchtende Kinderaugen. Dennoch sind nicht alle Inhalte für alle Altersgruppen geeignet. Auch diese App nimmt den Eltern ihre Aufsichtspflicht nicht ab. Für den kurzen Zeitvertreib zwischendurch (beispielsweise um Wartezeiten zu überbrücken) oder unterwegs ist die App aber hervorragend geeignet.