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Marie Tipps & Tricks von

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Bei diesen Schäden das iPhone von Apple kostenlos reparieren lassen

Wann repariert Apple defekte iPhones kostenlos und wann nicht? Diese Frage stellen sich viele Nutzer, die nach kürzester Zeit einen Sprung im Display oder Schäden an der Kamera haben. Ein geleaktes Dokument für Apple-Mitarbeiter, das Businessinsider vorliegt, zeigt, in welchen Fällen die Garantie greift und in welchen nicht.

Grundsätzlich unterliegt jedes iPhone in Deutschland der zweijährigen Gewährleistung ab Übergang der Ware. Im Falle eines Defekts innerhalb der ersten 6 Monate ab dem Kauf tritt der Verkäufer (Apple, Telekom, usw.) in Beweispflicht, dass der Mangel beim Kauf noch nicht bestanden hat. Tritt ein Schaden nach den ersten 6 Monaten auf, trifft den Käufer – also euch – die Beweislast. Ihr müsst dann beweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Davon zu unterscheiden ist die einjährige Apple Herstellergarantie. Entdeckt ihr an eurem iPhone innerhalb eines Jahres ab Kaufdatum einen Defekt, könnt ihr euch also direkt an Apple wenden.

Diese Schäden übernimmt Apple

Wird ein Schaden entdeckt, fragen sich viele iPhone-Nutzer, ob ihr Gerät im Rahmen der einjährigen Gewährleistung als Garantiefall kostenlos repariert wird oder ob sie die Reparatur selbst bezahlen müssen. Der sogenannte „Visual/Mechanical-Inspection-Guide“ (VMI) bringt Licht ins Dunkel. Er wird von Apple intern zu Schulungszwecken eingesetzt und zeigt, wann ihr zu Apple gehen könnt und euer iPhone kostenfrei instand gesetzt wird.

Kostenlos repariert werden:

  • Schäden wie Haarrisse im Display
  • Verschiebung des Schaumpolsters der Frontkamera
  • Pixelschäden
  • Staub unter dem Display

Diese Defekte werden anscheinend auch dann behoben, wenn weitere Schäden erkannt oder Flüssigkeitsschäden aufgetreten sind.

Alle anderen Schäden behebt Apple nur auf eure Kosten. Dazu gehören:

  • Korrosion
  • Brüche im LCD unter dem Displayglas
  • Flüssigkeitseinbruch
  • Defekte am Gehäuse, die durch einen Sturz verursacht wurden
  • Defekte Kamera nach Beschädigung durch einen Laser
  • Risse im Glas
  • Beschädigte Anschlüsse

Defekte, die eindeutig von euch verursacht wurden, behebt Apple grundsätzlich nicht. Der Konzern repariert darüber hinaus keine Geräte, die selbst geöffnet oder modifiziert wurden. Auch iPhones, die von unautorisierten Werkstätten kommen, nimmt Apple nicht an.

Bei Wasserschäden entscheiden Apple-Mitarbeiter

In einem Unterkapitel des VMI geht Apple gezielt auf Wasserschäden ein. So schreibt der Konzern vor, dass jeder Mitarbeiter das iPhone intern und extern auf Wasserschäden untersuchen soll. Werden entsprechende Hinweise entdeckt, können kostenlose Reparaturarbeiten abgelehnt und eine kostenpflichtige Instandsetzung als „Out of Warranty Repair“ angeboten werden.

Die Apple-Mitarbeiter haben jedoch einen gewissen Handlungsspielraum. Das bedeutet, dass iPhones trotz eines leichten Wasserschadens im Rahmen des Gewährleistungszeitraums anstandslos ausgetauscht werden können. Die Mitarbeiter können also von Fall zu Fall selbst entscheiden, ob sie eine kostenlose Reparatur genehmigen oder nicht.