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Daniel Tipps & Tricks von

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Private Fotos & Daten vor Hackerangriffen schützen

In Zeiten steigender digitaler Kriminalität haben die meisten ein Gespür dafür entwickelt, dass sie sichere Passwörter verwenden und keine Accountinformationen weitergeben sollten. Um eure privaten Fotos und Daten bestmöglich vor Hackerangriffen zu schützen, könnt ihr aber weitaus mehr tun. In diesem Artikel möchten wir euch einige Tipps mit auf den Weg geben.

Inhaltsverzeichnis

Starke Passwörter verwenden

Leicht zu erratende Zahlenkombinationen wie 123456, Vornamen, Geburtstage, Spitznamen und kurze Sprüche wie iloveyou sind als Passwörter völlig ungeeignet und sollten auf keinen Fall verwendet werden. Alles, was ihr euch selbst einfach merken könnt, ist für andere auch einfach zu erraten oder mittels „Brute Force“ herauszufinden!

Verwendet stattdessen Kombinationen aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, die – wenn man sie liest – keinen Sinn ergeben, sich nicht irgendwoher ableiten lassen (etwa aus eurem Namen, dem Namen eures Hundes, usw.) und daher von niemandem erraten werden können.

Viele Seiten verlangen außerdem Passwörter, die mehr als 8 Zeichen haben.

Kein Passwort mehrmals verwenden

Wenn man ein sicheres Passwort gefunden hat, ist man dazu verleitet, es für alle Anmeldungen auf allen Seiten zu verwenden. Das hat aber den großen Nachteil, dass sich ein Hacker auf einen Schlag Zugang zu all euren privaten Fotos und Daten verschaffen kann.

Verwendet daher für jeden Login ein eigenes Passwort.

Passwort-Manager verwenden

Wenn ihr für jeden Login ein eigenes sicheres Passwort verwendet, könnt ihr euch unmöglich alle Passwörter merken. Ein Passwort-Manager hilft euch dabei, eure Passwörter zu sichern, zu verwalten und auf allen Seiten automatisch einzusetzen. Die meisten Passwort-Manager unterstützen Touch-ID und die Copy-Paste-Funktion und sind daher ziemlich einfach zu nutzen.

Hier gehts zu den 5 besten Passwort-Managern fürs iPhone.

Sicherheitsfragen „sicher“ beantworten

Manche Seiten verlangen von euch, dass ihr Sicherheitsfragen beantwortet, damit ihr im Fall eines vergessenen Passworts euer Passwort zurücksetzen könnt. Sicherheitsfragen wie „Wie heißt die Straße, in der Sie aufgewachsen sind?“ oder „Wie hieß Ihr erstes Haustier?“ sind unsicher, weil eure Antworten auf diese Fragen unter Umständen über eine Google-Suche herausgefunden werden können (etwa anhand eures Facebook- oder Twitter-Profils, etc.).

Ihr solltet Sicherheitsfragen daher (sofern ihr sie nicht überhaupt deaktivieren könnt) behandeln, als wären sie Passwörter. Das heißt, dass ihr Antworten geben solltet, die andere nicht im Internet recherchieren können.

Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden

Die meisten großen Online-Dienste bieten eine sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dabei wird ein Code an eines eurer anderen Geräte oder an einen Passwort-Manager (wie 1Password) geschickt, mit dem ihr euch – zusätzlich zur Eingabe eures Passworts – anmelden könnt.

Zwei-Faktor-Authentifizierung kann etwa aktiviert werden für die Apple-ID, Google, Dropbox, Facebook, Tumblr.

Wenn ihr eine E-Mail erhaltet, in der ihr aufgefordert werdet, aufgrund eines Problems mit eurem Account oder wegen eines Sonderangebots einem Link zu folgen, solltet ihr diesen Link gar nicht erst anklicken. Hierbei handelt es sich höchstwahrscheinlich um „Phishing“, also um den Versuch, euch dazu zu bringen, dass ihr euer Passwort auf einer Fake-Login-Seite eingebt.

Achtet genau darauf, wo ihr eure Passwörter eingebt! Die meisten modernen Webbrowser weisen euch darauf hin, falls eine Seite nicht über die erforderlichen Zertifikate verfügt oder von anderen Nutzern als Phishing-Seite gemeldet wurde.

Wenn ihr einen Passwort-Manager nutzt und dieser euch auf einer Seite, die scheinbar von Apple, Google, etc. stammt, euer Passwort nicht vorschlägt, sollten bei euch die Alarmglocken schrillen. Euer Passwort wird nämlich deshalb nicht vorgeschlagen, weil es sich eben gerade nicht um eine offizielle Seite des jeweiligen Dienstes handelt.

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